17.2. „METANOIA – Umkehr – Kehrtwende“ à AB INS ABENTEUER

von / Donnerstag, 01 März 2018 / Veröffentlicht inPredigt

 

Flipchart – Bild vom letzten WonWay…

 

Aus der Perspektive Gottes haben wir im letzten WonWay auf unsere Welt geschaut.

Aus dem Buch der Offenbarung wurde uns zugesprochen:

 

(PPT)

„Wer Durst hat, dem gebe ich umsonst zu trinken.

Ich gebe ihm von der Quelle, aus der das Wasser des Lebens fließt.“

 

Gott möchte uns, unsere Erde, unsere Region mit lebensspendendem Wasser beschenken. Wir dürfen bei ihm unseren inneren Durst stillen, unseren Lebensdurst, unsere Sehnsüchte.

 

Wir haben davon gehört, dass in, mit und durch Jesus damals schon das Reich Gottes angebrochen ist. Der Himmel ist auf die Erde gekommen. Gott ist auf die Erde gekommen.

 

(PPT)

„Die Kirche hat ihre Wurzeln in der Zukunft und ihre Äste in der Gegenwart.“

 

Die Kirche, unsere Gemeinde ist, oder sollte es zu mindestens, verwurzelt sein, im Reich Gottes. Und das sollte Auswirkungen für unsere Welt und unser Leben haben.

 

Wir sind das letzte Mal so im Großen und Ganzen gewesen. Wir haben in der Predigt und im anschließenden hörenden Gebet Gottes Gedanken für unsere Region gehört.

 

Heute möchte ich gerne mit euch darüber nachdenken, was das für unser ganz persönliches Leben bedeutet.

Ich wünsche Dir, dass Du heute aus dieser Tür hinausgehst und das Jesus dir bis dahin gezeigt hat, was für dich gerade dran ist.

 

Gebet: „Herr, öffne unser Ohren und Herzen, damit wir heute hören, was du uns zu sagen hast. Amen“

 

Es gibt eine Erwartungshaltung über „große letzte Worte“. Was hat jemand zu sagen, wenn er nicht mehr viele Worte machen kann.

 

Ich habe bei Jesus festgestellt, dass er zu Beginn seiner Predigttätigkeit gleich sein Grundsatzprogramm hatte.

Bei ihm waren es „große erste Worte“, die auf den Punkt gebracht haben, was sein weiteres Leben und Wirken ausmachten.. bis heute.

 

Der Evangelist Matthäus und Markus überliefern fast den gleichen ersten Predigtsatz.

 

In Markus 1, Vers 15 lesen wir:

„Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist Nahe herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“  (Luther 2017)

 

»Die Zeit ist gekommen, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt diese gute Botschaft!« (Neue Genfer Übersetzung)

 

Was steckt da alles drin?

4 Dinge, die Jesus so wichtig waren, dass er sie gleich als aller erstes raushauen musste.

4 Dinge, die heute noch für das Leben von jedem von uns grundlegend wichtig sind. Lebensverändernd – Lebenspendend!

 

  1. Zeit erfüllt. KAIROS /nicht Chronos.

 

 

Im griechischen gibt es zwei Begriffe für „Zeit“: Chronos und Kairos

An unserem Handgelenk tragen wir einen CHRONOMETER –eine Zeitmesser. Er unterteilt den Tag in Stunden und Minuten.

Aber – es gibt auch so etwas, wie eine richtige und eine falsche Zeit für etwas.

Chronos sagt: Jetzt ist 19:47 Uhr.

Aber der KAIROS zeigt nicht die Stunde und die Minute an, sondern, ob etwas bereit ist. Einen Apfel sollte man zur rechten Zeit ernten, damit er nicht zu unreif oder bereits verschimmelt ist. Dazwischen gibt es den Kairos –den „richtigen Augenblick“.

Den gilt es abzupassen.

Das kennt ihr von Zuhause: Manchmal ist einfach nicht der richtige Zeitpunkt, nach der Taschengelderhöhung zu fragen… aber manchmal … dann doch.

 

Jesus sagt: Jetzt ist der KAIROS gekommen. Über Jahrhunderte war die Ankunft des Messias angekündigt worden. Als Jesus kam, da war die Zeit – „erfüllt“. Da war die richtige Zeit gekommen.

 

Es gibt Gäste, die kommen zu „Unzeit“, wenn man eigentlich gerade keine Zeit für sie hat.

Jesus kam zum richtigen Zeitpunkt auf die Erde … und er möchte auch bei Dir – zum richtigen Zeitpunkt ankommen.

Die von euch, die ihr Leben Jesus anvertraut haben, können vielleicht davon erzählen, wann sie gespürt haben oder gewusst haben,  dass es der richtige Zeitpunkt war.

Mich rief letzte Woche eine gute Bekannte an: Sie fragte mich: Maik, wann hast du gewusst, dass es an der Zeit war, Anette zu heiraten. Wann war der KAIROS… der Moment, der der richtige war?

 

 

  1. Reich Gottes ist nahe .

 

 

Jesu erste Predigt hatte einiges an Sprengstoff.

Er sagte. Die Zeit passt.

Denn –da hat sich etwas genähert.

 

Manches muss sich erst annähern, bevor die richtige Zeit gekommen ist.

Jesus sagt später: Mit ihm ist das Reich Gottes angebrochen auf der Erde.

Gott kam durch Jesus der Erde so nahe, dass sein Reich, dass sich eigentlich von der geschaffenen Welt unterscheidet, hier Realität wurde.

In der Schule lernen wir alle, was Osmose ist. Da kommt durch eine semipermeable Membran (das Wort habe ich mir tatsächlich ein paar Jahrzehnte gemerkt) ein Stoff in einen anderen hinein und verteilt sich dort.

 

Gott ist in Jesus aus der Ewigkeit in unsere Welt gekommen… und hat uns damit ein Stück „Himmel auf die Erde“ gebracht.

Es war schon ein bisschen frech von so einem Zimmermann aus einem kleinen Dorf in einem kleinen Land zusagen: Hallo. Ich … äh… bin der, der das Reich Gottes hier durchstarten lässt. Also… Gott bei euch…“

 

Mt 1,23 »Seht, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen, und man wird ihm den Namen Immanuel geben.« (Immanuel bedeutet: »Gott ist mit uns«.)

 

Einer der vielen Namen Jesu: „Immanuel“ – Gott mit uns… angebrochenes Reich Gottes.

 

  1. TutBuße/ Kehrt um

 

 

Metanoeite  ein weiteres interessante griechisches Wort mit weitreichenden Bedeutungen. Im Deutschen wurde es durch Luther geprägt, der sagte. „Tut Buße“.

 

Tut Buße klingt irgendwie veraltet – oder?

Wie Mittelalter.

Buße und Sünde.

Wer benutzt in einer aufgeklärten Welt solche Begriffe?

 

Keiner?
ALLE.

 

Manchmal tun wir so aufgeklärt  – so abgeklärt .. doch dabei hat sie das Innere des Menschen, seine Grundbedürfnisse und Sehnsüchte seit tausenden von Jahren nicht, oder kaum verändert.

 

Brauchen wir heute noch Sündenvergebung? Buße?

 

Seit Mittwoch ist der Karneval zu Ende.

Aschermittwoch beendet den Karneval und eröffnet die Fastenzeit vor Ostern.

Und wie jedes Jahr trafen sich überall auf der Welt –und konkret viele tausenden Menschen an mehreren Stellen in Köln – um den Nubbel zu verbrennen.

Ein youtube Video… nicht aus dem Mittelalter – sondern von vor drei Tage:
Nubbelverbrennung 2018 – Köln youtube… Video…

 

Ein Brauch, der laut Berichterstattung 1913 erfunden wurde.

Na ja – wenn man im Alten Testament nachliest, da wurde in Israel am Yom Kippur – am großen Versöhnungstag die Sünde des ganzen Volkes vom Hohepriester stellvertretend auf den Kopf eines Lammes gelegt und das wurde zum Sterben in die Wüste geschickt – und das ganze Jahr über wurden Opfertiere – als Sündenböcke verbrannt.

Gott hat uns Menschen mit einem Gewissen geschaffen, dass uns zeigt, wenn wir aus der Bahn geraten sind. Wenn Beziehungen zwischen Menschen und die Beziehung zwischen Mensch und Gott zerbricht  – und wenn wir vom Ziel abkommen.

 

 

 

Ziel: Sünde ist Zustand: Trennung (s. Gemälde), Sünde ist auch Zielverfehlung unserer Aufgabe ist es eigentlich zu lieben und zwar: Gott – den Nächsten – uns selbst. Außerdem sieht man Sünde in Taten des Liebesverstoßes!

 

  • WAS KÖNNEN WIR DA TUN???
    NUBBEL VERBRENNEN?`
    DAS IST VERALTET!
  • Seit Jesus müssen wir keine Tiere und auch keine Menschen und auch keine Nubbel mehr opfern.
  • Denn er ist das letzte Opferlamm, das ein für alle Mal alles auf sich genommen hat.
  • Wir müssen nicht zurückfallen in alttestamendliche oder mittelalterliche Riten und Gedankenbilder!!!
  • Wir können uns nicht selber freikaufen – Jesus räumt auf.
  • FILM ANSEHEN!!!

 

 

Tu Buße heißt vielleicht auch mal in Sack und Asche zu laufen.

Vor allen Dingen heißt es aber, die Dinge Gott hinzuhalten von denen du weißt, dass du dich von ihm oder Menschen getrennt hast durch deine Taten, Worte oder Gedanken. Da, wo du das Ziel verfehlt hast…

 

Und das ist mehr als nur deine Sünden.

Metanoia ..heisst nämlich viel mehr als nur Tut Buße –

Es bedeutet vielmehr: Vollziehe eine UMKEHR …

Mach den 180°

  • Dreht euch alle mal nach Rechts (weg vom WonWay Kreuz)… Achtet auf das, was ihr seht.
  • Und jetzt dreht euch um 180 Grad.. Ihr seht etwas anderes – ihr seht das Kreuz – es ist ein Wegkehr von einem und eine Hinkehr zu etwas anderem…
  • Wer von Cochem nach Koblenz fahren will – und bemerkt, dass er in Ernst ist und nicht in Klotten, der… muss umkehren, um sein Ziel zu erreichen.

(Es gibt in Cochem eine Straße/Kehre, die „Umkehr“ heisst.)

 

Jesus sagt: Achtung! Die Zeit ist da! Gottes Reich ist nahe – metanoia… Schau, in

welche Richtung du unterwegs bist. Ist es die richtige?

 

Metanoia, a transliteration of the Greek μετάνοια, can be defined as „a transformative change of heart; especially: a spiritual conversion.“[1] The term suggests repudiation, change of mind, repentance, and atonement; but „conversion“ and „reformation“ may best approximate its connotation.[2] In The King James Version of the Bible, its verbal cognate metanoeo/μετανοέω is translated as repent.[3]

àMetanoia ist also mehr als nur die Erkenntnis und die Abkehr von Sünden Es geht noch tiefer:

Ist doch eh alles egal.

Was kann ich schon verändern.

Die Verhältnisse sind halt so.

Ich bin doch zu klein, zu jung, zu doof, zu arm….
UND ÜBERHAUPT _ WAS GEHT MICH DIE WELT AN?

Ich habe meine eigenen Probleme … und mein Handy  ist auch noch kaputt.

 

Außerdem ist Winter.

Draußen ist es kalt. Die Flüchtlinge hätten ja da bleiben können, wo es warm ist.

Der Typ aus meiner klasse ist schon 2 Wochen krank. Da sollte er mal anrufen und bei mir nach den Hausaufgaben fragen. Ich würde sie ihm ja sagen, aber ich habe die Nummer gerade nicht zur Hand… Die hängt da drüben am Kühlschrank… viel zu weit weg.

Oh – schon wieder Gottesdienst – ich war doch gerade erst … und dann muss ich ja ne halbe Stunde früher aufstehen…

Und Bibellesen würde ich schon gerne… aber meine kleine Schwestern braucht ja gerade meine Bibel… …zum pressen ihrer Blumen vom letzten Sommer…

 

 

Und jetzt hat der doofe Maik mir schon wieder Flyer für den C.m.C. für meine Klassenkameraden mitgegeben. Was ist, wenn die mich fragen, was denn das überhaupt ist? Ein C.m.C. …

Der Maik hat ja schon Probleme seinen Wasserwachtlern zu erklären, was ein WonWay ist… (Insider) … und dann soll ich auch noch dafür einladen..

 

Und diese PAISler.. .die wollen immer gleich die Welt verändern.

Jesus in der Schule… passt denn das überhaupt?
Müll aufsammeln in unserer Stadt – stell dir vor, da sieht mich jemand… Die denke ja, ich muss sozialstunden machen.

 

Und diese „Du bist geliebt“ Aktionen…

Oh mann … Stell  dir vor, meine Freunde lassen sich wirklich einladen. Stell dir mal vor, die erzählen in der Schule davon… Wie `Was? Ludwig,? Was möchtest du? Mit mir zusammen durch die Klassen gehen und zum SonRiseCafé einladen?
Waaaahhhh…

 

Und ja … es stimmt schon… Was der in der Klasse gestern über sie gesagt hat. Das war schon heftigstes Mobben… aber ist sie nicht selber schuld, wenn sie sich so verhält? Muss ich da wirklich den Mund aufmachen?
Psalm 139 … Oh  – das tut sooo gut: Ich bin in Gottes Augen WUNDERBAR GESCHAFFEN… Ich bin gut , – gewollt, geliebt und begabt!
Ja, dass lasse ich mir gerne zusprechen…

Wie? Ich soll das auch den anderen zusprechen?

Nee, nee – Gott meinte garantiert nur mich .. .damals.. .vor 3000 Jahren, als der Psalm FÜR MICH aufgeschrieben wurde…

 

JESUS SAGT: METANOIA – KEHRT UM!

 

In welchem Bereich deines Lebens ist eine 180 Grad Wende angesagt?

Das kannst du nur selber wissen.

 

… ABER DU KANNST ES WAGEN _ du kannst es GLAUBEN – darauf vertrauen, dass Jesus dich dabei begleitet:

 

(Die Band kann nach vorne kommen)

 

  1. Glaubt an das Evangelium

 

 

 

Denn das Evangelium – ist die GUTE BOTSCHAFT, eines GOTTES, der aus der Ewigkeit in die Gegenwart gekommen ist, aus der Unendlichkeit in die Endlichkeit deines und meines Lebens.

Und darum dürfen wir auf unser Leben schauen.

Und genau hinsehen, wo bei uns eine KEHRTWENDE dran ist.

Und wir dürfen darauf vertrauen, dass Jesus uns auf diesem Weg begleitet.

Amen.

 

  • Text lesen vom Song..

 

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