Predigt C.m.C. 19.11. 2016 „Ich bin so frei!“

von / Freitag, 25 November 2016 / Veröffentlicht inPredigt

*Die Predigten werden unverändert von den Predigern übernommen und veröffentlicht*

 

4 Fragen im Interview mit den Tänzerinnen:

  1. Wie kamt ihr auf das Lied „Break every chain“? Jana
  2. Rabea: Du bist immer noch gefesselt. Was wolltet ihr damit ausdrücken?
  3. Sherry-Lee: In eurem Tanz drückt ihr aus, das man bei Jesus am Kreuz Befreiung von Fesseln erlebt. Was für Fesseln meint ihr damit?
  4. Rabea: Nun bist auch du befreit. Hast du in deinem Leben schon einmal so eine Befreiung erlebt?

 

 

Predigt:

Slogan: „Ich bin so frei“ Message: DIE CHRISTLICHE BOTSCHAFT IST FREIHEIT!  Wir sind gerettet allein: aus Gnade, aus Christus, aus der Schrift und dem Glauben.

 

è Mit 9 Jahren umgezogen in anderen Stadtteil. Mit 11 oder so von den Jungs der Straße in einem kleinen Baum und Waldstück gefangen und gefesselt in ihr Lager gebracht worden. ..

è Das war nicht schön. Es war demütigend und hat mir auch ein bisschen Angst gemacht.

 

Aber ansonsten bin ich dankbar, in einem Land zu leben, in dem wir eigentlich alle Freiheiten haben.

Im Gegensatz zu den vielen Menschen, die gerade hier hin fliehen, sind wir nicht durch Terrormilizen, Krieg oder Hunger bedroht.

 

Wir haben das Luther- und Reformationsjubiläum zum Anlass genommen, darüber nachzudenken, was die Reformation eigentlich bedeutet. Für die Welt damals – und auch für uns heute.

 

Es ist so lange her, dass die wenigstens von uns eigentlich wissen, worum es genau ging.

Aber wir alle leben heute mit den Folgen dieser Zeit –und mit den Veränderungen, die die Reformation für die ganze Welt gebracht hat.

 

Im Filmtrailer hieß es gerade:

„In einer Zeit der Dunkelheit, in der Kirche und Staat Furcht und Schrecken verbreiten, steht ein Mann fest zu seinem Glauben. Martin Luther – er veränderte die Welt für immer.“

 

Viele Erkenntnisse unseres Glaubens wurden in dieser Zeit neu errungen.

Viele Aspekte der Demokratie und des Freiheitsbegriffs gehen auf diese Zeit zurück.

 

Auch der christliche Freiheitsbegriff wurde durch die Reformation geprägt.

 

Freiheit ist ein so großes Wort.

Jeder wünscht sich Freiheit. Für sich selber – und wenn ich nicht zu egoistisch bin, auch für andere.

In eurer Klasse sind vielleicht Jugendliche, die nun hier leben, da sie in ihren Herkuftsländern nicht in Freiheit leben konnten.

Ich kenne einige Jugendliche die hier leben, weil sie in ihren Ländern nicht frei den christlichen Glauben leben können. Die schikaniert und verfolgt werden, wenn sie sich zu Jesus bekennen.

Hört ihnen bitte aufmerksam zu, wenn sie einmal davon erzählen wollen!

 

Martin Luther ist damals fast zerbrochen an einem Gottesbild, das ihm Angst gemacht hat; an einer Kirche, in der er sich gefangen gefühlt hat.

 

Auch heute stellen Menschen in Frage, ob man im Christentum Freiheit findet.

Ihr habt es in der Talkshow gesehen: Christentum & Freiheit – wie passt das zusammen?
Besteht das Christentum nur aus Geboten, die die Freiheit des Menschen einschränken?

è In der Talkshow wurde dem entgegengehalten „Für Sie ist es doch auch nicht Freiheit auf der Straße erstochen zu werden, oder?

è Für mich bedeutet Freiheit nicht regellos zu leben, es geht um Freiheit im Inneren, im Gewissen und vor Gott. Es ist eine Freiheit in der Seele, die einem nichts anderes geben kann.

Was bedeutet das konkret?

Unsere Tänzerinnen haben es uns gezeigt: Gott hat die Macht, unsere Ketten zu zerbrechen. Gott will uns freisetzen, von Dingen, die uns unfrei machen.

Auch Luther war das sehr wichtig!

Er hat für sich persönlich herausgefunden: DIE CHRISTLICHE BOTSCHAFT IST FREIHEIT!

Das hat bei ihm alles verändert… und dadurch wurde auch die Welt verändert.

PPT

Paulus schreibt im Brief an die Galater 5,1: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit. So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ (Gal. 5, 1).

 

Luther hat erkannt: Wir sind gerettet, also befreit: PPT

Sola scriptura – Allein aus der Schrift

Sola fide – Allein aus Glauben

Sola gratia – Allein durch Gnade

Solus christus – Allein Christus

Diese vier Befreiungswaffen möchte ich gerne praktisch erklären.

Diese vier Mal: „ALLEIN“ – soll durch Fesseln schneiden, durch die man unfrei wird.

Symbolisch werde ich vierfach gefesselt: (Lisa) (Shaggy als Jesus zum befreien)

  1. Sola Scriptura – Allein aus der Schrift.

Stell dir vor – es kommt jemand auf dich zu und sagt zu dir:

„Du musst dich jetzt so und so verhalten. Gott hat zu mir gesprochen und mir gesagt, dass du keine eigene Meinung mehr haben sollst, und alles tun sollst, was man dir sagt. Gott will, dass du das eigene Denken einstellst und alles tust, was die geistlichen Obrigkeiten dir sagen. Du bist zu dumm, selber herauszufinden, was Gott dir zu sagen hat.“

Das passiert leider auch heute noch weltweit in vielen Ländern. Das hat es leider auch immer wieder im Christentum gegeben.

Aber das ist nicht Gottes Wille. Er hat dir einen Verstand gegeben, damit du selber denken kannst. Er hat uns die Bibel gegeben, damit wir prüfen können, was uns gesagt wird.

Luther hat die Bibel ins deutsche übersetzt, damit jede Christin und jeder Christ prüfen kann, was die Pfarrer sagen.

Es ist ein hohes Gut, selber denken zu dürfen und sich eine Meinung zu bilden.

Lasst euch nicht von außen sagen, was ihr denken sollt. Damit macht ihr euch unfrei!

Lass dich nicht von der Meinungen anderer über dich bestimmen! Weder von einem Lehrer, der dich auf dem Kieker hat,

noch von deinen Klassenkameraden, die dich in einer Schublade stecken, nichtmal von einer vorgefertigten Meinung deiner Eltern.

Auch nicht von den Dingen, die du von anderen über den Glauben hörst.

Sola Scriptura – allein durch die Schrift meint: Lies selber in der Bibel. Prüfe. Höre, was Gott dir dort zu sagen hat – und bilde dir auf Grundlage gründlicher Recherche und Nachdenken deine Meinung.

Gottes Wort ist in der Schrift zu finden… und lass dir nicht von anderen sagen, wie und was du zu glauben hast!

Mach dich frei von diesen Fesseln und nutze dein eigenes Gehirn. Das war ein wichige Erkenntnis von Luther und gilt heute noch.

è ERSTE FESSEL AB

 

  1. Sola Fide – Allein aus Glauben.

Eine andere Fessel tragen Menschen, die denken, dass ihr äußeres Tun oder Aussehen darüber entscheidet, ob sie angenommen werden.

Na klar ist es wichtig, dass man nicht rumläuft wie der letzte Vollhonk.

Aber wenn ich nur noch dafür lebe, mich so zu geben, wie die anderen mich haben wollen à Das macht nicht nur unfrei.

Wenn du nur noch Klamotten trägst, die anderen gefallen,

wenn du nur noch Dinge sagst, die andere hören wollen,

wenn du dich so oder so gibst, damit du in deiner Clique ankommst,

àdann gehst du selber verloren.

Luther hat erkannt, dass Gott auf das Herz des Einzelnen schaut.

So wie gute Freunde dich um deiner selbst willen schätzen, so will Gott auch keine geistlichen Heuchler, die nur in die Kirche gehen, weil sie dann denken, Gott habe sie dann lieb. Gott sieht das Herz an. Er kennt dich in und auswendig.

Dein Glaube an ihn, an seine Liebe, an seine Kraft und Möglichkeiten macht dich frei. Sola fide – allein im Glauben an Gottes Stärke, wirst Du frei sein. à Fessel lösen.

 

  1. Sola Gratia – Allein aus Gnade

Gnade ist ein sehr starkes Wort.

Es ist stärker als Gerechtigkeit und stärker als Leistung und Arbeit.

Was passiert bei dir zu Hause, wenn du mit schlechten Noten nach Hause kommst?

Ich hatte immer ziemliche Angst. Ich musste damals 3 Kilometer Bergauf laufen nach der Schule. Wenn dann eine vier oder schlechter in meinem Schulranzen war, dann wirkte der Ranzen 5 Kilo schwerer und ich habe mich den Berg hinauf geschleppt.

Meine Eltern haben mich für schlechte Noten nicht geschlagen. Ich musste dann nur mehr und härter arbeiten.. aber ich hatte den Eindruck, sie zu enttäuschen. Ich wollte doch, dass sie stolz auf mich sind und mich lieb haben.

Leistungsdruck macht unfrei.

Den Eindruck zu haben: Ich muss mir Liebe verdienen – funktioniert bei Menschen schon nicht sinnvoll – und bei Gott auch nicht.

Wir können keine Punkte sammeln, um einen Platz in der Ewigkeit bei Gott zu bekommen.

DAS war Luther´s größte Kritik an seiner Kirche damals. Das Heil, die Rettung, die Ewigkeit kann man sich nicht erkaufen. Weder durch Geld noch durch religiöse Leistung.

Allein aus Glauben, allein aus Gnade und allein durch Christus bedeutet zusammengenommen: Der Glaube an Jesus Christus befreit uns von dem Zwang, es Gott Recht machen zu wollen.

Er befreit von uns von dem Zwang unser Christsein nach bestimmten Regeln und Moralvorstellungen zu gestalten.

Und er befreit uns von der Vorstellung uns durch unser Tun und Handeln verwirklichen zu müssen. Eine Krankheit unserer Gesellschaft, an der viele zugrunde gehen.

Unser Leben steht unter dem großen JA Gottes zu uns!

Das war und ist die befreiende Entdeckung der Reformation. Wer innerlich frei ist, kann sich entfalten und sein Leben und die Gesellschaft gestalten. Er kann sagen: Ich bin so frei. 

Luther hatte, bevor er die Bibel selber intensiv gelesen und verstanden hatte, so eine Angst vor einem Gott, den man zufrieden stellen muss, dass er sich unfrei und unsicher fühlte. Er hatte Angst vor der Hölle und davor verloren zu gehen.

 

Doch in der Beschäftigung mit der Bibel, lernte er einen ganz anderen Gott kennen, als den, den ihm seine Gesellschaft und seine Kirche vorgestellt hatten. Aus dem zornigen und strengen Gott, wurde der gnädige und liebende Vater. à3. Fessel ablegen

 

Seine 4. Erkenntnis ist: Solus Christus –Allein Christus.

 

Luther wirft die Fesseln der Vormundschaft  der Kirche ab und steht zu seinem eigenen Denken und seinen biblischen !!! Erkenntnissen.

Menschenwort und -urteil kann ihn nicht mehr binden. Er weiß, allein durch Jesu Sterben und Auferstehen kann er gerechtfertigt und damit befreit werden.

Jesus ist Gott, der Mensch wurde!

 

Wir nehmen das gerade im Konfi durch: Durch Jesus Christus kann die Trennung zwischen Gott und Mensch wieder aufgehoben werden.

Vergebung der Sünden und Auferstehung der Toten  -bekommen wir ALLEIN durch CHRISTUS!

ER macht Frei – Er ist der Messias –Der Retter!

Wer meint, sich selber retten zu müssen – der wird enden, wie die 3. Tänzerin unterm Kreuz – ihre Fesseln werden nicht fallen.

Von Christus können wir uns aber unsere 4 Fesseln abnehmen lassen… So wie Shaggy als unser Jesus mir heute meine 4 Fesseln abgenommen hat.

è 4. Fessel abnehmen

 

Im Film wird es später einen bewegenden Dialog zwischen Luther und seinem geistlichen Vater geben. Dieser fragt ihn: Martin – Was suchst du?  Und er antwortet:„Einen barmherzigen Gott, einen Gott, den ich lieben kann. Einen Gott, der mich lieben kann!“

àDann schaue auf Christus und sage: Ich bin dein, erlöse mich! „Gott ist ein liebender/gnädiger Gott, der Menschen in die Freiheit führt“.

 

Für die, die zuhause an dem Thema weiter denken wollen.

Schaut bei Wikipedia mal nach, was Luther zur „Freiheit eines Christenmenschen“ geschrieben hat.

Es gibt da ein sehr bekanntes Zitat:  PPT

„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

è Daraus folgt: Freiheit von der Welt- ist –Freiheit für die Welt!

… Amen

4 Fragen im Interview mit den Tänzerinnen:

  1. Wie kamt ihr auf das Lied „Break every chain“? Jana
  2. Rabea: Du bist immer noch gefesselt. Was wolltet ihr damit ausdrücken?
  3. Sherry-Lee: In eurem Tanz drückt ihr aus, das man bei Jesus am Kreuz Befreiung von Fesseln erlebt. Was für Fesseln meint ihr damit?
  4. Rabea: Nun bist auch du befreit. Hast du in deinem Leben schon einmal so eine Befreiung erlebt?

 

 

Predigt:

Slogan: „Ich bin so frei“ Message: DIE CHRISTLICHE BOTSCHAFT IST FREIHEIT!  Wir sind gerettet allein: aus Gnade, aus Christus, aus der Schrift und dem Glauben.

 

è Mit 9 Jahren umgezogen in anderen Stadtteil. Mit 11 oder so von den Jungs der Straße in einem kleinen Baum und Waldstück gefangen und gefesselt in ihr Lager gebracht worden. ..

è Das war nicht schön. Es war demütigend und hat mir auch ein bisschen Angst gemacht.

 

Aber ansonsten bin ich dankbar, in einem Land zu leben, in dem wir eigentlich alle Freiheiten haben.

Im Gegensatz zu den vielen Menschen, die gerade hier hin fliehen, sind wir nicht durch Terrormilizen, Krieg oder Hunger bedroht.

 

Wir haben das Luther- und Reformationsjubiläum zum Anlass genommen, darüber nachzudenken, was die Reformation eigentlich bedeutet. Für die Welt damals – und auch für uns heute.

 

Es ist so lange her, dass die wenigstens von uns eigentlich wissen, worum es genau ging.

Aber wir alle leben heute mit den Folgen dieser Zeit –und mit den Veränderungen, die die Reformation für die ganze Welt gebracht hat.

 

Im Filmtrailer hieß es gerade:

„In einer Zeit der Dunkelheit, in der Kirche und Staat Furcht und Schrecken verbreiten, steht ein Mann fest zu seinem Glauben. Martin Luther – er veränderte die Welt für immer.“

 

Viele Erkenntnisse unseres Glaubens wurden in dieser Zeit neu errungen.

Viele Aspekte der Demokratie und des Freiheitsbegriffs gehen auf diese Zeit zurück.

 

Auch der christliche Freiheitsbegriff wurde durch die Reformation geprägt.

 

Freiheit ist ein so großes Wort.

Jeder wünscht sich Freiheit. Für sich selber – und wenn ich nicht zu egoistisch bin, auch für andere.

In eurer Klasse sind vielleicht Jugendliche, die nun hier leben, da sie in ihren Herkuftsländern nicht in Freiheit leben konnten.

Ich kenne einige Jugendliche die hier leben, weil sie in ihren Ländern nicht frei den christlichen Glauben leben können. Die schikaniert und verfolgt werden, wenn sie sich zu Jesus bekennen.

Hört ihnen bitte aufmerksam zu, wenn sie einmal davon erzählen wollen!

 

Martin Luther ist damals fast zerbrochen an einem Gottesbild, das ihm Angst gemacht hat; an einer Kirche, in der er sich gefangen gefühlt hat.

 

Auch heute stellen Menschen in Frage, ob man im Christentum Freiheit findet.

Ihr habt es in der Talkshow gesehen: Christentum & Freiheit – wie passt das zusammen?
Besteht das Christentum nur aus Geboten, die die Freiheit des Menschen einschränken?

è In der Talkshow wurde dem entgegengehalten „Für Sie ist es doch auch nicht Freiheit auf der Straße erstochen zu werden, oder?

è Für mich bedeutet Freiheit nicht regellos zu leben, es geht um Freiheit im Inneren, im Gewissen und vor Gott. Es ist eine Freiheit in der Seele, die einem nichts anderes geben kann.

Was bedeutet das konkret?

Unsere Tänzerinnen haben es uns gezeigt: Gott hat die Macht, unsere Ketten zu zerbrechen. Gott will uns freisetzen, von Dingen, die uns unfrei machen.

Auch Luther war das sehr wichtig!

Er hat für sich persönlich herausgefunden: DIE CHRISTLICHE BOTSCHAFT IST FREIHEIT!

Das hat bei ihm alles verändert… und dadurch wurde auch die Welt verändert.

PPT

Paulus schreibt im Brief an die Galater 5,1: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit. So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ (Gal. 5, 1).

 

Luther hat erkannt: Wir sind gerettet, also befreit: PPT

Sola scriptura – Allein aus der Schrift

Sola fide – Allein aus Glauben

Sola gratia – Allein durch Gnade

Solus christus – Allein Christus

Diese vier Befreiungswaffen möchte ich gerne praktisch erklären.

Diese vier Mal: „ALLEIN“ – soll durch Fesseln schneiden, durch die man unfrei wird.

Symbolisch werde ich vierfach gefesselt: (Lisa) (Shaggy als Jesus zum befreien)

  1. Sola Scriptura – Allein aus der Schrift.

Stell dir vor – es kommt jemand auf dich zu und sagt zu dir:

„Du musst dich jetzt so und so verhalten. Gott hat zu mir gesprochen und mir gesagt, dass du keine eigene Meinung mehr haben sollst, und alles tun sollst, was man dir sagt. Gott will, dass du das eigene Denken einstellst und alles tust, was die geistlichen Obrigkeiten dir sagen. Du bist zu dumm, selber herauszufinden, was Gott dir zu sagen hat.“

Das passiert leider auch heute noch weltweit in vielen Ländern. Das hat es leider auch immer wieder im Christentum gegeben.

Aber das ist nicht Gottes Wille. Er hat dir einen Verstand gegeben, damit du selber denken kannst. Er hat uns die Bibel gegeben, damit wir prüfen können, was uns gesagt wird.

Luther hat die Bibel ins deutsche übersetzt, damit jede Christin und jeder Christ prüfen kann, was die Pfarrer sagen.

Es ist ein hohes Gut, selber denken zu dürfen und sich eine Meinung zu bilden.

Lasst euch nicht von außen sagen, was ihr denken sollt. Damit macht ihr euch unfrei!

Lass dich nicht von der Meinungen anderer über dich bestimmen! Weder von einem Lehrer, der dich auf dem Kieker hat,

noch von deinen Klassenkameraden, die dich in einer Schublade stecken, nichtmal von einer vorgefertigten Meinung deiner Eltern.

Auch nicht von den Dingen, die du von anderen über den Glauben hörst.

Sola Scriptura – allein durch die Schrift meint: Lies selber in der Bibel. Prüfe. Höre, was Gott dir dort zu sagen hat – und bilde dir auf Grundlage gründlicher Recherche und Nachdenken deine Meinung.

Gottes Wort ist in der Schrift zu finden… und lass dir nicht von anderen sagen, wie und was du zu glauben hast!

Mach dich frei von diesen Fesseln und nutze dein eigenes Gehirn. Das war ein wichige Erkenntnis von Luther und gilt heute noch.

è ERSTE FESSEL AB

 

  1. Sola Fide – Allein aus Glauben.

Eine andere Fessel tragen Menschen, die denken, dass ihr äußeres Tun oder Aussehen darüber entscheidet, ob sie angenommen werden.

Na klar ist es wichtig, dass man nicht rumläuft wie der letzte Vollhonk.

Aber wenn ich nur noch dafür lebe, mich so zu geben, wie die anderen mich haben wollen à Das macht nicht nur unfrei.

Wenn du nur noch Klamotten trägst, die anderen gefallen,

wenn du nur noch Dinge sagst, die andere hören wollen,

wenn du dich so oder so gibst, damit du in deiner Clique ankommst,

àdann gehst du selber verloren.

Luther hat erkannt, dass Gott auf das Herz des Einzelnen schaut.

So wie gute Freunde dich um deiner selbst willen schätzen, so will Gott auch keine geistlichen Heuchler, die nur in die Kirche gehen, weil sie dann denken, Gott habe sie dann lieb. Gott sieht das Herz an. Er kennt dich in und auswendig.

Dein Glaube an ihn, an seine Liebe, an seine Kraft und Möglichkeiten macht dich frei. Sola fide – allein im Glauben an Gottes Stärke, wirst Du frei sein. à Fessel lösen.

 

  1. Sola Gratia – Allein aus Gnade

Gnade ist ein sehr starkes Wort.

Es ist stärker als Gerechtigkeit und stärker als Leistung und Arbeit.

Was passiert bei dir zu Hause, wenn du mit schlechten Noten nach Hause kommst?

Ich hatte immer ziemliche Angst. Ich musste damals 3 Kilometer Bergauf laufen nach der Schule. Wenn dann eine vier oder schlechter in meinem Schulranzen war, dann wirkte der Ranzen 5 Kilo schwerer und ich habe mich den Berg hinauf geschleppt.

Meine Eltern haben mich für schlechte Noten nicht geschlagen. Ich musste dann nur mehr und härter arbeiten.. aber ich hatte den Eindruck, sie zu enttäuschen. Ich wollte doch, dass sie stolz auf mich sind und mich lieb haben.

Leistungsdruck macht unfrei.

Den Eindruck zu haben: Ich muss mir Liebe verdienen – funktioniert bei Menschen schon nicht sinnvoll – und bei Gott auch nicht.

Wir können keine Punkte sammeln, um einen Platz in der Ewigkeit bei Gott zu bekommen.

DAS war Luther´s größte Kritik an seiner Kirche damals. Das Heil, die Rettung, die Ewigkeit kann man sich nicht erkaufen. Weder durch Geld noch durch religiöse Leistung.

Allein aus Glauben, allein aus Gnade und allein durch Christus bedeutet zusammengenommen: Der Glaube an Jesus Christus befreit uns von dem Zwang, es Gott Recht machen zu wollen.

Er befreit von uns von dem Zwang unser Christsein nach bestimmten Regeln und Moralvorstellungen zu gestalten.

Und er befreit uns von der Vorstellung uns durch unser Tun und Handeln verwirklichen zu müssen. Eine Krankheit unserer Gesellschaft, an der viele zugrunde gehen.

Unser Leben steht unter dem großen JA Gottes zu uns!

Das war und ist die befreiende Entdeckung der Reformation. Wer innerlich frei ist, kann sich entfalten und sein Leben und die Gesellschaft gestalten. Er kann sagen: Ich bin so frei. 

Luther hatte, bevor er die Bibel selber intensiv gelesen und verstanden hatte, so eine Angst vor einem Gott, den man zufrieden stellen muss, dass er sich unfrei und unsicher fühlte. Er hatte Angst vor der Hölle und davor verloren zu gehen.

 

Doch in der Beschäftigung mit der Bibel, lernte er einen ganz anderen Gott kennen, als den, den ihm seine Gesellschaft und seine Kirche vorgestellt hatten. Aus dem zornigen und strengen Gott, wurde der gnädige und liebende Vater. à3. Fessel ablegen

 

Seine 4. Erkenntnis ist: Solus Christus –Allein Christus.

 

Luther wirft die Fesseln der Vormundschaft  der Kirche ab und steht zu seinem eigenen Denken und seinen biblischen !!! Erkenntnissen.

Menschenwort und -urteil kann ihn nicht mehr binden. Er weiß, allein durch Jesu Sterben und Auferstehen kann er gerechtfertigt und damit befreit werden.

Jesus ist Gott, der Mensch wurde!

 

Wir nehmen das gerade im Konfi durch: Durch Jesus Christus kann die Trennung zwischen Gott und Mensch wieder aufgehoben werden.

Vergebung der Sünden und Auferstehung der Toten  -bekommen wir ALLEIN durch CHRISTUS!

ER macht Frei – Er ist der Messias –Der Retter!

Wer meint, sich selber retten zu müssen – der wird enden, wie die 3. Tänzerin unterm Kreuz – ihre Fesseln werden nicht fallen.

Von Christus können wir uns aber unsere 4 Fesseln abnehmen lassen… So wie Shaggy als unser Jesus mir heute meine 4 Fesseln abgenommen hat.

è 4. Fessel abnehmen

 

Im Film wird es später einen bewegenden Dialog zwischen Luther und seinem geistlichen Vater geben. Dieser fragt ihn: Martin – Was suchst du?  Und er antwortet:„Einen barmherzigen Gott, einen Gott, den ich lieben kann. Einen Gott, der mich lieben kann!“

àDann schaue auf Christus und sage: Ich bin dein, erlöse mich! „Gott ist ein liebender/gnädiger Gott, der Menschen in die Freiheit führt“.

 

Für die, die zuhause an dem Thema weiter denken wollen.

Schaut bei Wikipedia mal nach, was Luther zur „Freiheit eines Christenmenschen“ geschrieben hat.

Es gibt da ein sehr bekanntes Zitat:  PPT

„Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“

Daraus folgt: Freiheit von der Welt- ist –Freiheit für die Welt!

… Amen

OBEN
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