Bekomme ich jetzt einen Heiligenschein – WonWay 18.03.2017

von / Dienstag, 21 März 2017 / Veröffentlicht inAllgemein, youcom Veranstaltung

Der Wonway vom 18.03 stand unter der Überschrift „Bekomm ich jetzt ‘nen Heiligenschein?“ und war von der Frage geleitet, was einen Christen eigentlich ausmacht und wie man Christ wird. Ganz zu Anfang sprach Maik diejenigen an, die sich in ihrer Suche nach Gott und Jesus ganz schön weit austrecken und vielleicht auch ein bisschen verzweifeln. Auf der Suche nach Glauben sind wir oft abgelenkt von all den schlechten Dingen, die uns umgeben können. Wo kann man in Diktatur und Despotie einen guten Gott sehen? Dazu sang die Band „I’m not gonna live by what I see. Deep down I know that you are here with me.“ (Ich werde nicht nach dem leben, was ich sehe. Tief in mir weiß ich, dass du hier bei mir bist), das ist ein Grundsatz den wir in schwierigen Zeiten für uns annehmen müssen. Wir entscheiden uns dazu in allen schlechten Nachrichten einen guten Gott durchscheinen zu sehen.

Aber die Entscheidung zu glauben macht uns noch nicht zu einem Christ. Es ist einfach zu glauben, dass die Entscheidung zum Glauben das Ende der Reise ist, jedoch finden wir dort dann doch erst unseren Anfang. Christ sein bedeutet weiterhin Aktion und ist kein erreichtes Ziel, nach dem man das Recht gewonnen hat sich auszuruhen. Auch das Christ-Werden an läuft nicht ganz so schablonenhaft ab, wie das Wort Bekehrung verspricht. Jeder findet auf seinen eigenen Weg zu Gott und baut so auch eine sehr individuelle Beziehung zu ihm auf, weshalb das Bild des frommen und moraltreuen Christen eigentlich hinfällig ist. Zu Gott gehören wirkt auf jeden Menschen anders und drückt sich auf viele verschiedene Weisen aus, einfach weil jeder Mensch anders als der nächste ist. Trotzdem fand Maik 5 definierende Faktoren für jeden Christ in der Apostelgeschichte 2,42. Hier wird von der Urgemeinde erzählt, die sich um die Apostel bildete, die beschriebenen Eigenschaften haben aber selbst 2000 Jahre später immer noch ihre Gültigkeiten: Die Christen dieser Urgemeinde leben in Gemeinschaft, sie werden regelmäßig von den Aposteln unterwiesen, sie feierten das Abendmahl, beteten miteinander und halfen Notleidenden. Das alles sind Dinge, die die Christen unserer Zeit immer noch tun. Besonders hob Maik die Wichtigkeit einer Gemeinschaft hervor. Als Christ geht man ähnlich einer Zimmerpflanze, die nicht gegossen wird, ein, wenn man sich isoliert.

Im Glauben können wir Erlösung und Zuhause finden, sogar wenn wir glauben, dass wir von Gott vergessen sind dürfen wir nicht die Hoffnung verlieren, denn wie die Band verkündete: „Greater things have yet to come. Greater things have yet to be done.“ (Es werden noch große Dinge kommen. Es müssen noch große Dinge getan werden.) Wenn wir die Hoffnung verlieren berauben wir uns selbst nur der Möglichkeit diese großen Dinge zu sehen. In Matthäus 5,13-16 spricht Jesus zur Gemeinde: „Ihr seid das Salz der Erde. (…) Ihr seid das Licht der Welt.“, das bedeutet weiterhin die Aufgabe von christlichen Gemeinden als Leuchtfeuer von Hoffnung zu dienen. Dieser Aufgabe kann man nur im Vertrauen zu Gott gewachsen sein, passend dazu sang die Band: „ And when the ocean rages, I don’t have to be afraid.“ (Und wenn der Ozean wütet muss ich nicht ängstlich sein), das bedeutet, das selbst in Zeiten von Tumult und Chaos Zuversicht und Sicherheit in Gott gefunden werden kann. Maik beendete den Gottesdienst mit einer Fürbitte, die für alle sprach die direkte Opfer weltlicher Probleme geworden sind.
Bericht: Marie-Therese Tapken

Bilder: Nina Günther

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