Alle Jahre wieder – WonWay 19.12.2015

von / Dienstag, 22 Dezember 2015 / Veröffentlicht inAllgemein

„Peace on earth“ sang die Band im Cochemer Gemeindehaus zu Beginn des Wonways am Samstag Abend. Die Weihnachtszeit als eine eher friedliche Zeit steht oft im Kontrast zum Unfrieden in der Welt oder in uns selbst. Weihnachten ist aber nicht nur eine Zeit des Friedens, sondern auch oder vor allem eine Zeit der Freude und des Feierns. „Jesus is the reason for the season“, der Grund dafür, dass wir feiern. Eine Tatsache, die wir oft im Weihnachtsstress vergessen.

Das Anspiel spricht genau diese Thematik an – Jesus, das Geburtstagskind (Shaggy wild blinkend und beschildert) betritt den Raum und läd seine Freunde, einen nach dem anderen, zu seiner Feier ein. Doch jeder scheint einen anderen Grund zu haben, warum er keine Zeit für Jesus hat. Selbst der Pfarrer ist so mit dem Schreiben seiner Predigt beschäftigt, dass er Jesus den Vorschlag machte, die Feier doch auf das neue Jahr zu verschieben. Zum Schluss sitzt Jesus alleine an seinem Geburtstagstisch, während alle anderen am Weihnachtsbaum stehen und „Alle Jahre wieder“ singen. Auf den Text des Liedes achtet keiner, denn dort es heißt: „Alle Jahr wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder“. Und ja, auch im Anspiel kommt er, aber keiner macht ihm die Tür auf. Jesus kommt auch zu uns und wird es nicht aufgeben, uns zu erreichen.

Im Anschluss an das Anspiel stellte Maik Sommer den Wonway- Besuchern die Frage, wo wir persönlich uns in der Weihnachtszeit befinden. Sind wir, wie im Anspiel, näher am Weihnachtsbaum, am Geburtstagstisch oder irgendwo dazwischen? In der Predigt sprach Maik zunächst an, dass es neben der Geburtstagsfeier, die wir für Jesus feiern, vor allem ein Aspekt ist, dessen wir uns in der Weihnachtszeit bewusst werden sollten: Jesus ist Ausdruck der grenzenlosen Liebe Gottes, die Mensch-gewordene Liebe Gottes, die Liebes-Bewegung Gottes in die Welt hinein. Dies zu erkennen, fällt uns deutlich leichter, wenn wir uns in der Weihnachtszeit nicht ganz vom Trubel und Stress vereinnahmen lassen und unseren Blick immer wieder auf Gott und Jesus richten. Wir sollten die Adventszeit als Vorbereitungszeit nutzen und uns immer wieder bewusst machen, dass, wie die Menschen zu Jesus Zeiten, auch wir Grund zur Freude haben. Denn der ‚Friedefürst‘ kommt auch heute noch in unser Leben.

Die Menschen zu Jesus Zeiten stellten sich den Messias oft als einen Helden vor, der alles Unrecht aus der Welt schafft, eine Ansicht, die auch für uns sehr verlockend klingt. Doch es war nicht das Recht des Stärkeren, dessen sich Jesus bediente. Jesus kam ganz anders als erwartet – in einem Stall in der Krippe. Und trotzdem war und ist Jesus der Retter für die Menschen. Sein Rettungsplan basiert auf dem Prinzip der bedingungslosen Liebe. Er ist nicht nur Hoffnung für Ausgestoßene und Einsame, sondern steckt auch die Menschen selbst mit seinem Licht an. Und auch wenn das Leid und die Ungerechtigkeit weiter auf der Welt existieren, erlöst Jesus Tod am Kreuz von ewiger Bedrückung. Jesus schenkt Hoffnung, die über jede Ungerechtigkeit hinaus geht. Und das nicht nur ‚alle Jahre wieder‘, sondern in unserem Alltag, jeden Tag aufs Neue.

Im Anschluss an die Predigt, folgte eine Phase, in der jeder Wonway-Besucher sich in Minuten der Stille begeben konnte – zur Salbung, den Briefen der Patenkinder, auch zu ‚Weihnachtsbaum‘ oder ‚Geburtstagstisch‘, um noch mal über die Predigt nachzudenken. Auch Gebetsanliegen konnten formuliert werden.

Als krönenden Abschluss des Wonways gab es mit Chicken-Nuggets und Kartoffelecken ein besonders leckeres Essen (ein großes Dankeschön dafür an das Küchenteam!).

Zudem verkauften junge Gäste aus Koblenz dann ihre ‚Jesus-Caps‘. Die Jungs hatten sich und ihr Projekt „Jesus Revolution“ zuvor beim Wonway vorgestellt. Der Kontakt ergab sich aus dem letzten Heaven Up. Auch für diesen Service ein Dankeschön an die beiden! youcom und ich wünschen allen eine gesegnete Weihnachtszeit. Jens Gaber

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