C.m.C. 31.Mai 2014

von / Sonntag, 08 Juni 2014 / Veröffentlicht inAllgemein

              

              

              

              

              

              

              

              

VERGEBUNG – WEIL’S FREI MACHT !

Jeder C.m.C. ist irgendwie einzigartig. Dieser stand unter dem großen Thema „Vergebung“, und das wurde vom C.m.C.-Team großartig umgesetzt. Nach dem Cover des Liedes „Jar of hearts“ stellte das Drama-Team auf der Bühne die Geschichte von Lena vor, die sich im Park damit konfrontiert findet, dass Schulkameraden über sie herziehen, weil sie in der Bibel liest. Trost findet sie in ihrer christlichen Kleingruppe, die ihr nahe legt, den Groll über das Geschehene hinter sich zu lassen und zu vergeben.
Schuld fesselt den Menschen, im wahrsten Sinne des Wortes. Das erlebten die Besucher des C.m.C.,  als man Freiwilligen mit Kabelbindern als Symbol der sie behindernden und fesselnden Schuld die Handgelenke band.
Das man ohne Vergebung buchstäblich nur Rot sieht, wurde eindrucksvoll mit einer symbolischen Aktion dargestellt, bei der Melita mit roter Farbe ihre ‚Schuld‘ sichtbar machte und damit ein aufgestelltes Fenster beschmierte. Dadurch nimmt sie sich buchstäblich selbst die Sicht und schließt sich ein. Als sie sich aber ihrer Schuld bewusst wird und beginnt zu vergeben, klärt sich ihre Sicht und ihre Schuld wird reingewaschen, natürlich nicht von einem Moment auf den anderen, sondern Schritt für Schritt.
Auch Maiks Predigt beschäftigte sich mit der zentralen Frage der Vergebung und dass Vergebung erst die Voraussetzung ist für ein wirklich befreites Leben, auch für die Liebe zu Gott. Egal, ob es sich hierbei nun darum handelt, dass man selbst an anderen schuldig geworden ist oder andere Menschen an einem selbst schuldig geworden sind – man sollte vergeben! „Wenn ihr den anderen vergebt, was sie euch angetan haben, dann wird euer Vater im Himmel euch auch vergeben. Wenn ihr aber den anderen nicht vergebt, dann wir euer Vater euch eure Verfehlungen auch nicht vergeben.“ (NT, Matthäus 6, 14-15). Maik sprach auch an, dass Vergebung oft nicht ‚einfach so‘ möglich ist, mit einem Wimpernschlag passiert, sondern dass das oft ein langer, schwieriger Prozess ist.
„Vergebung“ – was ist das eigentlich? Vergebung will eigentlich jeder für sich selbst, aber nicht jeder ist bereit, sie dem anderen zu gewähren. Dabei sind wir doch erst dann frei, können dann erst klar sehen, wenn wir lernen zu vergeben – anderen Menschen, die an uns schuldig geworden sind und manchmal eben auch uns selbst. Vergebung ist ein wichtiger Teil unserer Lebensfreiheit und unseres Glauben. Denn wenn wir vergeben, vergibt uns Gott. Wenn wir aber nicht vergeben und die Schuld mit uns weiter herumtragen, so werden wir niemals frei, und unsere Schuld vergiftet uns. Nicht zu vergeben, ist wie Gift-Trinken und darauf zu hoffen, dass jemand anderes stirbt. Das ist nicht einfach nur irgendeine Phrase, es ist wirklich so: erst Vergebung macht uns frei und lässt andere frei werden. Schuld fesselt uns. Wenn mich also jemand fragt, was ich bei diesem C.m.C.  mitgenommen habe, dann ist das die einfache Erkenntnis, wie wichtig doch etwas ist, gegen das wir uns oft genug so verbittert wehren. Vergebung ist scheinbar nur ein kleiner Faktor im Leben. Aber ganz sicher ist sie Voraussetzung für ein Gefühl der Freiheit, der Unbeschwertheit und für Geborgenheit, Dinge, die uns innerlich wärmen und die uns das Leben erst wirklich genießen lassen. Vergebung ist also wie der Griff nach dem dünnen Faden, der gepackt werden muss, um ‚den richtigen Ballon‘ zu greifen, der einem Kind ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann. Und diese Bewegung müssen wir ein Leben lang üben. Das hat uns auch Pille mit seinem eindrucksvollen Super-Rap-Auftritt, „Pille’s Track, auf seine ganz besondere Weise nahegelegt.
Zum Thema des C.m.C.  passend gab es dann den Film HARDFLIP zu sehen, in dem es um den 18-jährigen Caleb geht, der das Skaten liebt, der ohne Vater aufwachsen musste und dann auch noch seine Mutter, die er lange nicht verstehen konnte und von der er sich selbst auch immer wieder unverstanden fühlt, an den Krebs verliert. Plötzlich ist Caleb angewiesen auf seinen verhassten und bis dahin karrierebesessenen Vater Jack, der jetzt erst den Wert von ‚Familie‘ erkennt und verzweifelt beginnt, darum zu kämpfen, dass sein Sohn ihm vergibt. Weitere Schlüsselfiguren im Film zum Thema Vergebung sind der Obdachlose Bob, der anderen Vergebung predigt, aber lernen muss, sich selbst zu vergeben sowie der christliche Skater Brian – beide zeigen Caleb den richtigen Weg zur Vergebung.
(Marie-Theres Tapken)
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