Glaube aus ganzen Herzen und mit Verstand? – WonWay 17.12.2016

von / Mittwoch, 28 Dezember 2016 / Veröffentlicht inAllgemein, youcom Veranstaltung

Der letzte WonWay 2016 war vor allem anderen von Abwechslung geprägt. Zwischen ruhigem Worship und Rock, zwischen Cello- und Querflötenbegleitung, zwischen Band Ein- und Austritten hörten die Besucher des evangelischen Gemeindehauses am Samstag Abend den nächsten Teil der Gottesdienstreihe über die Zugangswege zu Gott.

Die Predigt behandelte dieses Mal den intellektuellen und den sinnlichen Zugangsweg aber auch hier gab es etwas Neues: Theologiestudentin und Gastpredigerin Katha Bous übernahm hier den intellektuellen Zugangsweg während Jugendpastor Maik Sommer über den sinnlichen Zugangsweg sprach.

Diese beiden Möglichkeiten bilden eigentlich einen Gegenpol zueinander, zeigen dadurch aber auch die Vielfältigkeit der Chancen sich auf Gott zuzubewegen und, dass für jeden etwas dabei ist. Der intellektuelle Weg zeichnet sich vor allem durch die Nutzung des Verstandes und das Studium theologischer Schriften aus während der sinnliche Weg wie am Namen schon erkennbar hauptsächlich die fünf Sinne und auch Emotionen sowie Gefühle miteinbezieht.

Für beide Zugänge kann man sowohl in der Bibel als auch im Weltlichen populäre Beispiele finden, so waren Paulus aber auch C.S.Lewis, der bekannte Autor, im Gegensatz zu Hesekiel und Ogden Vogt, einem amerikanischen Christen und Theoretiker, Menschen mit einem intellektuellen Weg im Glauben.

Wachstum im Glauben kann man bei beiden Möglichkeiten nur erreichen, wenn man gleichzeitig seinen präferierten Zugangsweg weiter nutzt und ausbaut aber auch unbedingt Neues, vielleicht auch Gegensätzliches ausprobiert. Ansonsten bestehe beim intellektuellen Weg die Möglichkeit des Verkommens zu einer „körperlosen Religion des Verstandes“. Auf der anderen Seite dürfe die Religion nicht nur Herzenssache sein sondern müsse auch durch innere Überzeugung gestärkt werden. Bildlich konnte Katha Bous die Gäste überzeugen, dass gehirnloser Glaube niemandem helfe.

 

Wie schon in der ganzen Predigtreihe gilt natürlich, darauf wiesen beide Redner erneut hin, dass kein Zugangsweg über einem anderen stehe und sie sich nicht widersprächen sondern ergänzten.

Der Gottesdienst, der wohl für jeden etwas bereithielt, endete wie immer mit Verpflegung durch die Küche und gemeinsamer Zeit in den Räumen der evangelischen Kirche.

OBEN
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