Kir(s)che schmackhaft machen

von / Donnerstag, 10 Dezember 2015 / Veröffentlicht inAllgemein, youcom Veranstaltung

Leben wir im Licht? Eine Frage, die beim ersten C.m.C. für die neuen Konfirmanden im Gemeindehaus zu Beginn in den Raum geworfen wurde. Zwei Gestalten erscheinen schemenhaft links und rechts der Bühne hinter einer Art Rolltür. Die Nebelmaschine und Lichteffekte geben der Eröffnungsszene einen sakralen Charakter. Die Metapher des Lichts wird recht bald aufgelöst. Gemeint ist, ob wir in der Kirche Gemeinschaft untereinander haben und, wenn ja, wie genau denn diese Gemeinschaft aussieht. Eine Frage, die schließlich in einer anderen Frage mündet: WAS IST EIGENTLICH KIRCHE?

Zunächst soll mit einem lustigen Video den C.m.C.- Besuchern verdeutlicht werden, dass Kirche neben Gemeinschaft auch Spaß bedeutet. Es folgt ein interaktives Spiel, bei dem es galt, sich zu entscheiden, was Kirche für einen persönlich bedeutet. Zur Auswahl standen vier Bilder mit unterschiedlichen Motiven: eine Partyszene in der Disko, eine gotische Kirche, Jesus am Kreuz und ein Fußballteam. Wir folgern aus dem Spiel, dass sich die Frage nach der Bedeutung von Kirche nicht so einfach beantworten lässt und dass jedes Bild einen Wesenszug der Kirche darstellt. Nach der Performance des Tanz-Teams macht das Dramateam ein Anspiel zum Thema. Die Hauptperson hat keine Lust auf den Konfirmandenunterricht und ist der Meinung, dass Kirche komisch und altmodisch sei. Außerdem könne man der Kirche sowieso nicht trauen, da sie nur Lügen verbreite. Doch seine Freunde können ihn davon überzeugen, dass nicht immer alles so ist, wie es zunächst scheint (das hatte Moderator Robin uns schon vorher mit einem Karten-Trick gezeigt!) und dass er der Kirche doch erstmal eine Chance geben soll.

Im Folgenden stellt Maik Sommer sich mit einigen Sätzen vor und geht dann darauf ein, was Kirche für ihn bedeutet. Er spricht zunächst von der Kirche als Gebäude, dass Schutz und ein Zuhause bietet. Als zweite Dimension nennt er Kirche als Organisation und Institution. Wie in einem Fußballverein, verändert die Kirche Menschen und führt sie zusammen. Für sich allein Christ zu sein, ist möglich, doch ‚Zusammen‘ kann man mehr erreichen. Als drittes ist Kirche eine Gemeinschaft der Gläubigen. Dieser Gemeinschaft wird schließlich ein Auftrag zugesprochen. Es gilt, Menschen ein Licht und Hoffnung für die Welt zu werden.

Es wäre falsch, wenn man die Fehler der Kirche verschweigt und unter den Teppich kehrt. Maik Sommer will gerade den Konfis, die der Kirche kritisch gegenüber stehen, ermutigen, ehrlich zu sein und nachzufragen. Dies gilt insbesondere für die, die sich noch gar nicht weiter mit Kirche befasst haben. Im Anschluss wird den C.m.C.- Besuchern ein Kuchen gezeigt, welcher in der späteren Pause verzehrt werden wird. Es handelte sich um einen „Kir(s)chkuchen“ – ein Kuchen mit Kirschen in Form einer Kirche. Und nach der Pause wird dann der Film „Cool Runnings“ gezeigt.

Genau wie der Kuchen und der C.m.C. den Konfis Kirche schmackhaft machen sollte, so sollte dies auch der restliche Tag des sogenannten Churchdays tun. Denn vor dem C.m.C. fand eine Martin-Luther-Stadtrallye statt. Ziel des Spiels war es, in Kleingruppen als Mönche verkleideten Konfi-Teamer in der Cochemer Innenstadt aufzuspüren. Nur wenn die jeweilige Frage des Mönchs zum Thema Martin Luther richtig beantwortet oder eine Aufgabe gelöst wurde, erhielten die Konfis vom Mönch eine These. Die Thesen mussten dann bei ‚unserem‘ Martin Luther (Super in der Rolle: Shaggy!) abgegeben werden, damit dieser sie an die Tür der evangelischen Kirche anschlagen konnte.

Der Churchday war dieses Jahr auch dadurch etwas ganz besonderes, dass mit der Zahl 40 so viele Teamer wie nie zuvor an der Planung und Durchführung des Tages und des C.m.C. beteiligt waren. Die Konfis hatten mit dem gemeinsamen Churchday in Cochem zudem die Chance, andere Konfis der Gemeinde kennenzulernen, denn neben den Cochemer Konfis, war auch Kaisersesch und Ulmen vertreten. Auch dadurch konnten die Konfis an diesem Tag hoffentlich spüren, dass sie in der Kirche Teil einer großen Gemeinschaft sind und dass es zahlreiche fast gleichaltrige Teamer gibt, die für sie da sind. (Jens Gaber)

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