Predigt High-Five 19.09.2015

von / Sonntag, 20 September 2015 / Veröffentlicht inPredigt

MESSAGE – High Five am 19.9.2015
Sei du der Mittelpunkt in meinem Leben – der Mittelpunkt in meinem Herzen.

Jesus ist der Mittelpunkt, das Zentrum, um den sich alles dreht. Das ist eine Grundaussage der Christen.

Christen sind Menschen die sagen: Ich vertraue mich Gott an. Ich weiß, dass Gott es gut mit mir meint, ich weiß, dass mein Leben mehr Sinn gewinnt, wenn ich mich selber aus dem Mittelpunkt meines Lebens herausnehme und Gott diesen Platz anbiete. Gott will der Mittelpunkt in deinem Leben und Herzen sein, weil er weiß, was gut für uns ist.

In der Einstiegsbegrüßung bin ich auf den Namen und das Logo unserer Jugendgemeinde eingegangen:

Wir sind eine young-community, eine Gemeinschaft von jungen und junggebliebenen Menschen.

Aber, was macht unsere Gemeinschaft aus? Was unterscheidet uns von anderen Gemeinschaften? Diese Frage haben wir uns gestellt, als wir vor einigen Jahren in der Jugendarbeit gemerkt haben: Hier passiert etwas. Da verändern sich Menschen und Zusammenhänge. Da entsteht etwas Neues, etwas Starkes, eine besondere Gemeinschaft mit sehr verschiedenen Menschen, die sehr weit entfernt voneinander leben. Menschen, deren Lebensmittelpunkte sich bisher nicht überschnitten haben. Diese unterschiedlichen Menschen bilden eine neue Gemeinschaft.

Wir haben uns gefragt: Was ist in dieser Gemeinschaft anders, als in anderen? Gut. Zuerst war es die Gemeinschaft der Verrückten, die in einem Kino Gottesdienste über Filme und den Glauben an Gott gemacht haben und die dabei ´ne gute Zeit hatten. Am Anfang war es eine Gemeinschaft in deren Mittelpunkt der C.m.C. stand, der Gottesdienst im Kino. Aber dann kamen immer andere Aktionen dazu. Und es veränderte sich etwas in der Substanz. In der Qualität.

Es war fast sichtbar. Es war definitiv spürbar. Aus einer Gruppe junger Menschen, die Lust hatten miteinander was Verrücktes zu machen, wurde eine Gemeinschaft junger Menschen, die in ihrem Leben erlebt und für sich erkannt hatten, dass es Gott gibt und dass Gott ihr Leben verändern kann!

Ein Beispiel ist unsere erste Sängerin bei den ersten C.m.C.. Der erste und zweite C.m.C. – ein Riesenunterschied, weil sie dazwischen mit ihrem Herzen Jesus gefunden hatte. Das merkte man dann sofort ihrem Gesang an.

Und so fingen junge Menschen an, nicht mehr nur nach sich selbst zu fragen, sich nicht mehr selbst für den Mittelpunkt der Welt zu halten. Sondern sie machten Gott zum Mittelpunkt ihres Lebens. Sie wurden Christen. Sie fingen an, ihr Leben Christus-zentriert zu gestalten.
(MALEN auf Flip-Chart: cc)

Nicht kirchenzentriert, nicht Pastor zentriert oder Papst zentriert, nicht Talent-zentriert (obwohl viele ihre hier Gaben entdeckten und freilegten), nicht Leistungszentriert, sondern

Christus-zentriert. Junge Menschen, die sagten: Gott, sei du der Mittelpunkt in meinem Leben, der Mittelpunkt in meinem Herzen. Warum? Warum sollte ein junger Mensch (oder auch ein Ältere Mensch) sagen: Ich vertraue mein Leben Gott an? Ist das nicht uncool? Altmodisch? Warum entscheidet sich ein Mensch, Jesus Christus ins Zentrum seines Lebens zu holen? Wer ist dieser Jesus Christus, dass er es wert ist, ihn zum Zentrum des Lebens zu machen?

(MALEN JESUS um das cc herum.)
Erst einmal ist es der Jesus aus Nazareth, der Mensch, der als Jude geboren wurde, hinein in ein besonderes Volk. Er lebte als Mensch unter Menschen. Einige bemerkten, dass Dutzende von Jahrhunderte alten Verheißungen über den kommenden Messias, den Retter auf ihn zutrafen. Und doch war er so ganz anders, als die Menschen sich diesen Retter vorgestellt hatten. Ja, Er tat unglaubliche, übernatürliche Dinge. Er heilte, er hebelte die Naturgewalten aus, er veränderte Lebenswege zum Guten. Und doch fiel es vielen damals (und auch heute) schwer zu glauben, dass Er der Messias ist. Denn er sprach von Gott in einer neuen Weise. Er veränderte die Maßstäbe. Die Großen sollten plötzlich klein sein. Die am Rande der Gesellschaft, sollten in die Gemeinschaft hinein genommen werden. Außenseiter, Sünder, Fremde, Frauen behandelte er mit Respekt und Liebe. Er kam nicht mit einer großen Streitmacht.

Er schaffte nicht Frieden durch die stärkeren Waffen. Er sammelte Menschen um sich, die nicht zu den Angesehensten des Volkes zählten. Er achtete nicht auf Herkunft, Bildung und sozialem Status – sondern er sammelte um sich, wer seinem Ruf folgte.

 

Lesung – (DABEI mehr und mehr Jünger zeichnen)

 

Matthäus 4, Vier Fischer folgen Jesus

18 Als Jesus am See Genezareth entlangging, sah er zwei Brüder: Simon, der später Petrus genannt wurde, und seinen Bruder Andreas. Sie waren Fischer und warfen gerade ihre Netze aus. 19 Da forderte Jesus sie auf: „Kommt mit mir! Ich will euch zeigen, wie ihr Menschen für Gott gewinnen könnt.“ 20 Sofort ließen die beiden Männer ihre Netze liegen und gingen mit ihm. 21 Nicht weit davon entfernt begegnete Jesus am Strand zwei anderen Fischern, den Brüdern Jakobus und Johannes. Sie saßen mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und flickten Netze. Auch sie forderte Jesus auf, mit ihm zu gehen. 22 Da verließen sie das Boot und ihren Vater und gingen mit Jesus.

 

Markus 2:

13 Jesus ging an das Ufer des Sees Genezareth und sprach zu den vielen Menschen, die sich dort versammelt hatten. 14 Als er weiterging, sah er Levi am Zoll sitzen. Jesus forderte ihn auf: „Komm, geh mit mir!“ Sofort stand Levi auf und folgte ihm. 15 Später war Jesus mit seinen Jüngern bei Levi zu Gast. Levi hatte viele Zolleinnehmer eingeladen und andere Leute mit schlechtem Ruf. Viele von ihnen waren zu Freunden Jesu geworden. 16 Als aber einige Schriftgelehrte, die zur Partei der Pharisäer gehörten, Jesus in dieser Gesellschaft essen sahen, fragten sie seine Jünger: „Wie kann sich euer Jesus bloß mit solchem Gesindel einlassen!“ 17 Jesus hörte das und antwortete: „Die Gesunden brauchen keinen Arzt, sondern die Kranken.

 

Jesus hat Menschen, auch junge Menschen, um sich gesammelt. Jesus war der erste youcom´ler! Er sammelte eine Gemeinschaft von jungen Menschen um sich: young community christ-centered. Diese Menschen folgten Jesus, weil sie von ihm fasziniert waren. Sie verließen ihren normalen Lebenskontext, weil sie spürten bzw. erahnten, dass dieser Jesus aus Nazareth es wert war, ihn zum Zentrum des Lebens zu machen. Als er dann gekreuzigt wurde, dachten sie, sie hätten sich geirrt. (KREUZ MALEN um CHRISTUS) bis er dann am 3. Tag wieder auferstanden ist… Und die ganze Weltordnung auf den Kopf gestellt wurde. Sie bekamen den Heiligen Geist (MALEN), d.h. sie wurden BE-GEISTERT! Sie bekamen eine heilige Leidenschaft! Und sie wurden von diesem Jesus in die Welt geschickt. Die Zeitrechnung wurde ‚auf Null‘ gesetzt. Nicht, weil ER eine Null und Niete war, sondern weil die Weltgeschichte durch diesen Jesus so verändert wurde, dass die Auswirkungen seines Lebens, Sterbens und Auferstehens die Welt bis heute verändert und geprägt haben und das Leben von Milliarden von Menschen. Die Jünger gingen hinaus und erzählten, was sie erlebt hatten. Und sie lebten anders als vorher.

In der Apostelgeschichte hören wir über diese ersten Gemeinden

42 Alle in der Gemeinde ließen sich regelmäßig von den Aposteln im Glauben unterweisen und lebten in enger Gemeinschaft, feierten das Abendmal und beteten miteinander. 44 Die Gläubigen lebten wie in euner großen Familie. Was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam. 45 Wer ein Grundstück oder anderen Besitz hatte , verkaufte ihn und half mit dem Geld denen, die in Not waren. 46 Täglich kamen sie im Tempel zusammen und feierten in den Häusern das Abendmahl. In großer Freude und mit aufrichtigem Herzen trafen sie sich zu gemeinsamen Mahlzeiten. 47 Sie lobten Gott und waren im ganzen Volk geachtet und anerkannt. Die Gemeinde wuchs mit jedem Tag, weil Gott viele Menschen rettete.

 

Das Leben dieser christuszentrierten Gemeinschaft blieb nicht ohne Folge. Es wurde gesehen. Die Menschen im Land und darüber hinaus spürten, dass hier etwas anders ist. Christus strahlt durch seine Nachfolger in die Welt hinaus. (Strahlen MALEN)

Wir haben uns 2006 mit einigen jungen Menschen regelmäßig in unserem Wohnzimmer bei uns zu Hause getroffen. Wir haben bemerkt: Es hat sich etwas verändert. Menschen werden verändert. Was bedeutet das für uns und für die Region in der wir leben.

Wir haben gemeinsam geträumt und unsere Träume an den Himmel gemalt.

(Bild der Wohnzimmerdecke damals): Einige Wochen lebten wir buchstäblich unter diesen Träumen!

Wir bündelten sie. Wir fragten uns: „Was brauchen wir und was brauchen unsre Freunde, die Jesus noch nicht kennen, damit diese Träume wahr werden?“

Es gab ganz konkrete Ideen von Gottesdiensten, die inspirieren, Gruppen, in die man Freunde einladen kann, der Traum einer eigenen Kirche, eines Namens, Klamotten, die Message haben, Feste und Konzerte.

Heute blicken wir dankbar zurück und feiern, dass Gott unsere Gebete ernst genommen hat und dass Menschen bereit waren, diese Träume mit uns zu verwirklichen. Das, was uns damals wichtig war, haben wir gebündelt in einer Vision. Die Vision ist ein Bild der Zukunft, welches uns nach vorne gezogen hat und heute noch zieht. Unsere Vision hat sich seitdem nicht verändert.

Sie lautet:

“Die Vision sind junge Menschen mit Leidenschaft, die Gemeinschaft um Jesus haben und durch die ER strahlt.“

Wir feiern heute fünf Jahre youcom! Aber wir stehen in der 2000 Jahre alten Tradition der Menschen, die sich als einzelne und als Gemeinschaft um diesen Jesus Christus versammelt. Als „christuszentrierte Gemeinschaft“ wollen wir nicht nur für uns selber da sein, sondern wir wollen am Vorbild Jesu und seiner Jünger lernen, was es heißt

– mit Selbst- und Nächstenliebe unser Leben und die Gesellschaft zu gestalten.

– Verantwortung zu übernehmen, für unser eigene Leben und das der Menschen um uns herum.

Wir wollen uns für Gerechtigkeit einsetzten für alle Geschöpfe. Wir wollen Licht und Salz sein für die Region in der wir leben. Gerade jungen Menschen wollen wir Wegbegleiter sein auf der Suche nach dem Wert und der Bedeutung ihres Lebens.

Wir sind inspiriert von einem Jesus, der es uns vorgelebt hat, wie das Leben aussehen kann. Wir sind von einem Jesus inspiriert, der sein Leben für uns eingesetzt hat, damit wir frei sein können. Eine Freiheit, die wir erleben, wenn wir IHN zum Mittelpunkt unseres Lebens und unserer Gemeinschaft machen. Es lohnt sich. Amen.

Das nächste Lied singt davon, dass Gott uns MUTIG macht, unser Leben zu leben. Auch in den Stürmen. Im Refrain werden wir singen:
DU machst mich mutig. DU rufst mich über das Ufer hinaus in die Wellen.

DU machst mich mutig. Keine Angst kann die Liebe abhalten, die den Weg bereitet hat.

Es geht um die Wellen der Liebe Gottes, die uns weit über das hinaus tragen, was wir selber bewältigen könnten.

Während des Liedes wird vom Kreuz hier vorne eine Duftwelle durch den Raum getragen. Wir haben kleine Schälchen mit wohlriechendem Öl aus Israel. Lassen sie sich einen kleinen Tupfer auf ihren Handrücken machen, nehmen sie die Schale und geben sie den guten Geruch weiter an den Nächsten. Und lassen sie sich dadurch ermutigen. Vom Kreuz aus, von Christus aus, rollt eine Welle der Liebe auf sie zu. Und will sie /euch begleiten in das Leben hinaus. Die Vision sind jungen Menschen mit Leidenschaft, die Gemeinschaft um Jesus haben und durch die ER strahlt.

OBEN
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