Sinnlicher + intellektueller Zugangsweg Handout WonWay 17.12.2016

von / Mittwoch, 28 Dezember 2016 / Veröffentlicht inPredigt

Zugangswege zu Gott IV: „Der intellektuelle & der sinnliche Zugang“ 

WonWay 17.12.2016          (Quelle: John Ortberg, Abenteuer Alltag)

 

Der intellektuelle Zugangsweg:

Kennzeichen: Wenn Du diesen Zugang besitzt, dann kommst Du Gott näher, wenn Du mehr über ihn lernen kannst.

Bibelstudium und theologisches Denken gehen Dir leicht von der Hand.

Du hast wenig Geduld für emotionale Zugänge zu Gott.

Du bist mehr ein „Denker“ als ein „Fühler“.

Bei Problemen oder geistlichen Herausforderungen schaltest Du in einen „Problemlösungs-Modus“.

 

Biblisches Beispiel:

Paulus

 

Anderes Beispiel:

C.S. Lewis

 

Stärken ausbauen: Lies anspruchsvolle Bücher, die Dich herausfordern.

Setze Dich häufig mit biblischer Lehre auseinander.

Finde Gleichgesinnte, mit denen Du lernen kannst.

 

Mögliche Gefahren:

Achte darauf, dass Du nicht nur Deinen Kopf gebrauchst,

sondern auch dein Herz.

 

Wege zum Wachstum: Achte darauf, dass du „klug“ nicht mit geistlich gesund verwechselst.

Lasse Dich ganz auf die Anbetung

Gottes ein. Lerne, Gott von ganzem Herzen anzubeten.

 

Es ist wichtig, dass Dein Lernen Dich zur Anbetung Gottes führt –

andernfalls wird es für Dich zur Gefahr.

Prüfe von Zeit zu Zeit, ob Du Deine „Liebesfähigkeit“ ausbaust.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der sinnliche Zugangsweg:

 

Kennzeichen: Wenn Du diesen Zugang besitzt, dann lässt du dich z.B. in deinem Gebetsleben eher von einer sinnlichen Erfahrung anrühren als von irgendetwas anderem.

Durch einen oder mehrere deiner fünf Sinne näherst du dich Gottes Wahrheit und seinem Wesen. Durch Schmecken, Fühlen, Riechen, Hören und Sehen.

Wenn Du Deine fünf Sinne ersetzt, dann öffnen sich dadurch viele neue Wege zu Gott. Kunst und Musik stecken voller Inspiration für dich.

 

Der sinnliche Zugangsweg kann aus viel mehr bestehen, als „nur“ Dämmerlicht und schöne Kerzen. Wenn wir uns die Bibel ansehen, dann stellen wir fest, dass Gott oft auf sehr laute (versus Stille) und farbenfrohe (versus Asketisch) Weise in Erscheinung tritt.

 

Biblisches Beispiel:

Hesekiel FÜHLT den Wind und SIEHT von hellem Glanz umgebene Blitze, etc. (Hes 1)

Er HÖRT (Hes 3) und soll eine Buchrolle ESSEN, die süß wie Honig schmeckt. (Hes 3)

Viele Beschreibungen von Jesusbegegnungen in der Offenbarung sprechen die Sinne an.

 

Anderes Beispiel:

Ogden Vogt behauptet, dass es Parallelen gibt zwischen dem Umgang mit Schönheit und dem Umgang mit Gott. Schönheit weckt z.B. Demut. Aus dieser Demutshaltung heraus entwickeln wir Würde. Wenn man die Welt mit dieser Würde abschaut, dann entsteht sogar einen neue Weltsicht, die alles ins rechte Verhältnis zueinander setzt. Und im vierten Schritt führt uns diese außergewöhnliche Erfahrung mit Schönheit wieder zurück in die Welt, für die wir von Gott gegebene Verantwortung tragen.

 

Stärken ausbauen: „Christsein ohne Schönheit verkommt schnell zu einer körperlosen Religion des Verstandes.“ Nimm andere Menschen mit auf deinen Weg. Öffne ihnen die Augen.

 

Wir sollen Gott nicht nur mit all unserem Verstand lieben, sondern auch von ganzem Herzen. Nimm dir Zeit für die Sinne. Aber nicht nur für dich selbst, sondern suche Gott in der Schönheit, in der Kunst, in der Natur. Setze Dich Orten und Situationen aus, die Deine Sinne wecken.

 

 

Mögliche Gefahren:

Wir profitieren sehr davon, wenn wir in unserer Beziehung zu Gott unsere Sinne einsetzen. Es gibt aber auch Gefahren dabei: – Hüte dich vor Anbetung ohne innere Überzeugung. Wenn du dich nur in der guten Musik verlierst, ohne Gott dabei zu suchen, betrügst du dich selber, wenn du von einem emotionalen Moment meinst, es sei eine Gottesbegegnung gewesen.

Lieder singen, oder sic him Lobpreis Gott öffnen, sind zwei unterschiedliche Dinge. Ich suche im deutschen auch noch nach einem anderen Wort für “Lobpreis machen”

– Achte darauf, dass du Schönheit nicht verherrlichst. Gott ist Gott. Und nicht ein Kunstwerk oder die Natur. Auch Liebe zur Natur kann zum Götzendienst werden.

 

Wege zum Wachstum: Wie oben schon gesagt suche dir Orte, Räume, Situationen, Gegenstände, die deine Sinne auf Gott ausrichten.

Nutze aber auch andere Zugangswege und verbinde diese mit deinen Sinnen.

Die Schönheit in der Natur oder auch die Größe und Leidenschaft der Schöpfung können deine Sinne auf Gott ausrichten.

Auch die Komplexität eines Gedanken oder theologischen Buches kann deine Sinne stimulieren, Gott besser kennen zu lernen und ihm näher zu kommen.

 

Die Predigten werden vom Prediger übernommen und unverändert veröffentlicht

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