WonWay 14.06.2014

von / Montag, 16 Juni 2014 / Veröffentlicht inAllgemein

                      

                      

                      

                      

                      

                      

                      

                      

                      

ES IST GENUG FÜR ALLE DA – ES MUSS NUR BESSER VERTEILT WERDEN !

Ein Jahr nach Abschluss der Predigtreihe „Break my heart for what breaks yours“ stand dieser WonWay noch einmal unter diesem Motto, nämlich dass es in dieser Welt viele Dinge gibt, die nicht in Gottes Sinn und auch nicht in unserem laufen.
Letztes Jahr hatten sich viele von uns bestimmte Vorsätze gesetzt und mussten dann feststellen, wie schwer es ist, sich daran konsequent zu halten: Da hält dann der Vorsatz, kein Fleisch mehr essen zu wollen, nur eine Woche. Oder wir merken, wie schwer es ist, nur noch regionale Produkte zu konsumieren. Das ist in einer so globalisierten Welt kaum noch möglich, geschweige denn bezahlbar. Aber das gehört dazu: Man versucht, etwas zu ändern, versagt und probiert es wieder und versagt vielleicht erneut. Aber wenn man wirklich eine Veränderung sehen will, gehört es einfach dazu auch mal zu versagen und es trotzdem immer wieder zu versuchen – das brachte Maik uns anschaulich näher.

Dass man auf dem Weg seines Lebens auf viele Dinge trifft, denen man mit der Frage begegnet: „Brauche ich das wirklich?“, wurde im Anspiel von zwei jungen Frauen aus der Gemeinde anschaulich dargestellt. Wir wandern im Leben symbolisch auf dem schmalen Grad dessen, was wir brauchen und was wir haben möchten. Jeder will gesund sein, klar. Man will sich bilden, dann noch Freunde haben, und eine Beziehung wäre auch nicht schlecht; aber wenn man dann alle diese Dinge sein Leben lang mit sich rumträgt (die schließlich schwer beladene Schubkarre auf dem weißen Klebestreifen-Weg zu schieben, sollte das symbolisieren), ist man vielleicht irgendwann erdrückt vom unwichtigen Ballast und kann seine Lebenslast dann nicht mehr tragen.

Ist wirklich genug für alle da? Diese Frage stellte sich und uns der Gastprediger Pfarrer Ulrich Christenn, der zugleich Beauftragter für die kirchliche Organisation „BROT FÜR DIE WELT“ ist.  Er stellte uns auch die Frage, wo normaler Konsum aufhört und Habgier anfängt. Auch: was an unserem Konsum ist eigentlich normal bzw. wirklich nötig ist und welchen tatsächlichen Preis andere Menschen für unsere Konsumwut eigentlich bezahlen. Ist es schon Habgier nach zwei Jahren ein neues Handy haben zu wollen? Was bewirkt es, wenn ich es erst ein Jahr später erneuere? Ist es Habgier, nach Gesundheit, Bildung und Liebe zu verlangen? Nein, denn wie auch Jesus 5.000 Menschen speisen konnte, so hat die Aussage dieser Geschichte auch über 2.000 Jahre später nicht an Gültigkeit verloren: Es ist eigentlich immer genug für alle da – das Vorhandene ist nur falsch verteilt. Z.B. während wir hier bei uns den Wasserhahn aufdrehen und wie selbstverständlich klares Wasser fließen sehen, so ist das in vielen anderen Ländern absolut nicht der Fall. Dabei ist Wasser essentiell wichtig für alle Menschen. Wasser ist Leben, und zu viele Menschen in dieser Welt haben keinen Zugriff darauf – auch damit beschäftigt sich „Brot für die Welt“ und hilft. Aber gerade im Angesicht dessen, was alles grundlegend falsch läuft auf der Welt und mit so viel Leid vor Augen können wir immer noch auf Gott vertrauen. „To see suffering and pain and still to say: My God he reigns“, sang die WonWay-Band. Diesen Satz sollten wir alle im Herzen tragen. Trotz des ganzen Leides auf der Welt ist Gott da und gibt genug für uns alle.

Wenn wir also anfangen, mit geöffneten Augen durch diese Welt zu wandern, dann sehen wir alle möglichen Formen von Leid, von Dingen die nicht so laufen, wie sie sollten. Wie der Abendhimmel ständig seine Farbe ändert und neue Farben erfindet, so ist auch diese Welt voller Facetten von Leid und Not. Wir sollten uns vornehmen, keine davon jemals zu vergessen. Aber das bloße Wissen bzw. Nicht-Vergessen reicht nicht aus! Man muss etwas ändern! Wir alle können ‚Geschichte schreiben‘, wir alle können beginnend im Kleinen etwas ändern. Und wir alle hinterlassen Spuren.

Marie-Theres Tapken

Die PREDIGT des WonWay findet ihr zum Nachlesen unter ‚youcom/Jugendpastor/Letzte Predigten‘

 

 

 

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