WonWay 17.05.2014
Die Bibel entdecken

von / Montag, 19 Mai 2014 / Veröffentlicht inAllgemein

                                            

                                            

                                            

                                            


„Die Bibel entdecken: DIE BIBEL IST GOTTES WORT UND MENSCHENWORT“
WonWay heißt immer auch, Anstöße zum Nachdenken zu bekommen, zu unserem Leben, zu unserem Verhältnis zu Gott. WonWay möchte etwas in uns in Bewegung setzen. Samstagabend tat dies Steffen Tiemann mit seiner Predigt zum persönlichen Umgang mit der Bibel. Steffen erzählte uns vom wahren Fall eines jahrhundertealten indischen Tempels, den die verarmte Besitzerfamilie an den indischen Staat wegschenkte, ohne zu ahnen, dass sich dort in einem versteckte, verfallenen Kellergewölbe ein milliardenschwerer Schatz finden lassen würde.
Auch die Bibel wirkt auf manche ‚angestaubt‘, ist alt und in Teilen recht mühselig zu lesen – aber sie birgt einen jahrtausendealten Schatz für uns in sich. Diesen Schatz brauchen wir nur entdecken. Dabei hilft zu wissen: Die Bibel ist Menschenwort und Gotteswort zugleich – beides zu 100 %. Wie geht das? Na klar, jedes Wort der Bibel wurde von Menschen aufgeschrieben, die in einer bestimmten historischen Situation und Kultur gelebt haben, in der Sprache, der Weltsicht, den Bildern und Symbolen ihrer Zeit. Das ließen sie natürlich in die Bibel einfließen. Aber schon der Apostel Paulus hat erkannt: „Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben.“ (2. Tim. 3,16). Gott hat die Schreiber der Bibel mit seinem Geist motiviert und inspiriert. Darum ist die ganze Bibel für uns heute eine „Heilige Schrift“.
Gott redet durch die Bibel mit uns. Wir müssen das nur zulassen und ihm zuhören!
Steffen machte uns die Sache mit Gottes Geist in der Bibel anhand des menschlichen Gehirns anschaulich: Wir wissen, dass unser Geist, unser Bewusstsein, unsere Seele untrennbar mit dem Gehirn verbunden ist. Und das Gehirn ist 100% Materie (genauso wie die Bibel als Buch). Aber würdest Du diese Materie wegschneiden, dann wäre der Geist auch weg. Der Geist ist untrennbar mit der Materie verbunden (und umgekehrt).
Genau so ist in der Bibel auch Gottes Wort mit den aufgeschriebenen Worten der Menschen, untrennbar verbunden.
Mit den Buchstaben H,E,D,U gab uns Steffen ein paar gute Tipps zum Bibellesen:
H – wie HISTORISCH: Die Bibel ist ein historisches Buch. Gott hat in eine bestimmte geschichtliche Situation hineingesprochen. Wenn wir die Bibel mit Gewinn lesen wollen, müssen wir uns schon die Mühe machen, uns da hineindenken, um zu verstehen.
E – wie ERWARTUNGSVOLL: Die Bibel ist mehr als ein von Menschen aufgeschriebenes historisches Buch. Gott redet da. Und er will auch zu dir reden! Lies die Bibel in dieser Erwartung. Betritt die Bibel wie den alten Tempel, in dem echte Schätze verborgen sind. Mach dazu die Augen und das Herz weit auf!
D – wie DEMÜTIG: Demut ist eine Haltung, wo mir bewusst ist: Ich weiß nicht von mir aus, wer Gott ist und was er will! Wir sollten also die Bibel lesen als Menschen, die lernen möchten und nicht schon alles wissen. Nicht wir sollten über die Bibel richten und urteilen, sondern uns vielmehr selbst von der Bibel ‚beurteilen‘ lassen. Also: Lies die Bibel mit einem ‚Ja‘ im Kopf, lernwillig, hörend und demütig!
U – wie UNABLÄSSIG: Das meint: Lies möglichst viel in der Bibel und höre nicht mehr auf damit. Am besten jeden Tag. Ja – manchmal ist das Bibellesen trocken; auch entdeckt man nicht immer gleich die großen Schätze. Man hört Gott nicht immer reden. Aber gib nicht auf! Lege die Bibel nicht beiseite, sondern bleib dran! Und wenn du mit einem bestimmten Teil der Bibel gerade nicht klar kommst, dann mach mit einem anderen weiter.
Wenn Du das alles berücksichtigst, dir dabei Ruhe und Stille für die Begegnung mit Gott suchst, hast du die Chance, Gott aus der Bibel heraus zu spüren, wird er irgendwie zu dir sprechen und wirst Du vielleicht ab und zu ganz leicht seine Hand auf Deiner Schulter spüren …
(M.R.)

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