WonWay 19.12.2015 – Predigt „Jesus is the reason for the season“

von / Dienstag, 22 Dezember 2015 / Veröffentlicht inPredigt

Anspiel: Thema ‚Jesus will dich ansprechen, aber du hast keine Zeit…‘ – Szenen:
– Shaggy: als Jesus verkleidet, blinkend, Pappschilder mit Pfeilen an ihm, Beschriftung „Ich bin JESUS!“ versucht mit Menschen in Kontakt zu treten.

– Julia: Xmas –Shopping (gr. Einkaufstüten, voller Geschenke, die nachher unterm Baum liegen, )

– Rudi: üben Instrument für Bandauftritt Weihnachtsgottesdienst

– Sebastian: Vorbereitung einer Klausur (die spinnen doch, alle wollen Klausuren vor den Ferien schreiben) (Seppel)

– Lucia: Xmas Essenplanung (? .) Block, Kochbuch,…

– David: daddelt am Handy

– Maik: Pfarrer der seine Predigt vorbereiten will (Talar, dickes Bibelbuch, Laptop, Stehtisch)

– Dennis: im Büro… Überstunden machen – Jahresabschluss …. (schreibtisch, Laptop,…)

à ALLE wimmeln ihn ab: Sorry – keine Zeit – Wir können uns ja nach den Feiertagen Treffen im Neuen Jahr…

Schluss-Szene: Alle anderen sitzen am Ende vor dem Weihnachtsbaum, feiern, singen, tanzen gemeinsam; Jesus sitzt allein an seinem Geburtstagstisch mit Hut auf dem Kopf und Tröte und singt sich selbst traurig zu: „Happy birthday to meeeee….“

Frage an die GD-Besucher: „Und? Wo ist Jesus bei dir? Allein am Tisch- oder mit unterm Baum? Wo bist Du vor / zu Weihnachten?“

 

Aus dem Lied: Unstoppable Love: „Gott du verfolgst mich mit Macht und Herrlichkeit – Liebe, die keiner stoppen kann und die niemals aufhört. Du bist unablässig mit deiner Leidenschaft und Gnade. Liebe, die niemand aufhalten kann und die niemals endet.“ Mit diesen Liedgedanken möchte ich in diese WonWay Predigt hineingehen. Das Thema dieses WonWay lautet: Jesus is the reason for the Season. Jesus ist der Grund für die Festzeit, in der wir gerade leben. Aber eigentlich ist er noch mehr. Jesus ist nicht nur ein besonderer Mann, der Weltgeschichte geschrieben hat und an dessem Geburtstag die Weltzeit neu gestartet wurde. Jesus ist nicht nur der, für den Weltweit die größte Geburtstagsfeier geschmissen wird und durch den unsere Wirtschaft es sich richtig gut gehen lässt.

Jesus ist mehr als nur der Mensch, der ein gutes Lebensvorbild abgegeben hat und für Gerechtigkeit steht und für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und Kindern und Ausländern und Schwachen und Armen und Kranken.

  • Jesus ist Ausdruck der unstoppable Love Gottes.
  • Jesus ist die Mensch-gewordene Liebe Gottes.
  • Jesus ist die Liebes-Bewegung Gottes in die Welt hinein.

Und diese Liebesbewegung Gottes kann nichts aufhalten. Weder damals bei der nicht ganz leichten Geburt Jesus in schwierigen Umständen, noch heute, wenn 1.000 Dinge uns ablenken wollen vom eigentlichen. Nämlich von der Liebesbewegung Gottes in die Welt hinein.

PPT 1: JESUS IS THE REASON FOR THE SEASON – Jesus ist der Grund, dass wir heute und nächste Woche feiern. Es wäre schön, wenn wir heute Abend dafür unseren Blick wieder freier bekommen würden, bzw. ihn schärfen könnten. Vielleicht müssen wir dazu einiges aus dem Weg räumen:

  • Den Weihnachtsessenplan
  • Die Seminararbeit
  • Die Predigtvorbereitung
  • Das Handy
  • Das Weihnachtsshoppen.

Vielleicht müssen wir Esel und Ochse zur Seite drängen, um den Blick auf die Krippe frei zu bekommen. Jesus is the reason for the season!

PPT 2: Wo würdest du dich gerade einsortieren in unserem kleinen Setting? Ohne Erwartung, dass das Geburtstagskind selber vorbei kommt – unterm Baume? Oder am Geburtstagstisch zusammen mit dem Geburtstagskind?

Heute ist ja noch nicht Weihnachten. Morgen ist ja erst der 4. Advent. D.h. wir sind in der WARTEZEIT, in der VORBEREITUNGSZEIT auf das was kommt, auf den, der kommt. Wir haben vier Wochen Adventszeit (o.k. die Supermärkte haben schon seit drei Monaten Adventszeit). Vorfreude, Vorbereitung, Wartezeit. Hast du eine Ahnung, wie viel mehr Adventszeit die Menschen damals vor Jesu Geburt hatten? Na, seine Eltern wohl so 9 -10 Monate.

Und die anderen Menschen? Worauf warteten die Menschen damals? Sie warteten auf den MESSIAS, den RETTER. Gottes Geschichte mit den Menschen war damals schon viele hundert, ja mehr als tausend Jahre alt. Gott hatte sich den Menschen immer wieder auf verschiedene Weise offenbart (erklärt). Und die Menschen, besonders das Volk Israel, verstand es immer besser, dass Gott es gut mit ihnen meint. Auch wenn sie immer wieder Gott gegenüber versagten: Seine ‚unstoppable Love‘ trug sie auch zu Zeiten des Alten Testamentes schon. Die Propheten wiesen immer wieder auf Unrecht hin, aber sie gaben auch viel Hoffnung: Da wird einer kommen, der wird

  • liebevoll und mitfühlend sein,
  • sanftmütig und nicht prahlend,
  • sündlos sein und die Schande tragen, die anderen gebührt.
  • Er wird ‚Friedefürst‘ genannt werden, und ‚Wunderrat‘ und ‚Ewigvater‘.

Über Jahrhunderte hinweg wuchs die Hoffnung auf den Messias, auf den Retter. Unstoppable Love. Ein Messias. Ein Hero (Held).

PPT 3: Superman, der sich durch nichts aufhalten lässt; keine Wand ist zu dick; Faust voraus flieg er, durch die Wand – Bam! Frau aus dem brennenden Haus gerettet. Kind vergessen. Kurve geflogen. Bam. Nochmal durch die Wand (weil‘s besser aussieht), Kind gerettet. Frau und Kind im Arm. Und die dann sicher auf dem Boden absetzen. Entspannt lächeln, den brennenden Superman Umhang zwischen den Fingern oder mit einem Blick löschen und dann wieder abfliegen. Dank und Lobeshymnen mit einem freundlichen Winken entgegennehmen. Und dann auf zur nächsten Rettungstat! Wow!

Ein bisschen haben die Leute sich den Messias so vorgestellt der kommen sollte, um sie zu retten: Vor der Übermacht der Unterdrücker. Mal waren es die Ägypter, dann die Perser und zur Zeit Jesu die Römer. Der Messias sollte doch mit seinem himmlischem Heer kommen und endlich seine Macht beweisen. Alle fremden Machthaber aus dem Land jagen, die da nicht hingehörten und das Reich Gottes in Macht und Herrlichkeit aufrichten. Damit alle Völker der Welt endlich erkennen können, wer der einzige Herr ist!

Weil es Menschen sind – darum dachten viele auch wie Menschen: Nämlich es muss das RECHT des STÄRKEREN sein, das siegt. Du musst nur die dickste Faust haben, und dann ist Frieden. Und mal ganz ehrlich: wünschen wir uns nicht auch manchmal so einen Superhelden als Messias,als Retter? Der einfach mal mit allem Bösen in der Welt aufräumt? Ich kann mir da gerade ein paar konkrete Dinge vorstellen.

PPT 4

Ein Super-Messias – Super Retter – Super Jesus, der einfach kommt und alles klarmacht. Über Jahrhunderte hinweg ist die Erwartung auf und sind die Erwartungen an den Messias gewachsen. Und dann kam Jesus – so ganz anders als erwartet.

PPT 5

Der Super-Messias? Der König der Könige, für den weise Männer so weit gereist waren? Sie fanden ihn aber nicht im Königspalast des Herodes. Sie fanden ihn in einem Stall in der Krippe. Also doch eher Jesus ein HELD ALS UNDERDOG!? Tolle Hollywood Story eigentlich, oder? Er kam aus dem nichts und wurde Superheld. Bis er dann aber eines Tages am Kreuz landete. Was ist das für ein Superheld? Was ist das für ein Messias? Doch der falsche?

PPT 6

Hohe Erwartungen wurden an ihn gesetzt. Mit großen Titeln wurde er damals wie heute belegt:

  • der Weg, die Wahrheit und das Leben
  • der Gesalbte
  • der Morgenstern
  • das Licht
  • Gott selber
  • der HERR, der KYRIOS (das war der Titel für den Kaiser!)

In der Ankündigung seiner Geburt, werden ihm zwei Namen gegeben:

  • Jeshua – Jesus – der Retter!
  • Und Immanuel: Gott mit uns!

Jesus ist der Retter, weil er die menschgewordene Liebesbewegung Gottes zu den Menschen ist. Unstoppable love. Er ist der Grund für das Feiern. AUCH WENN ER SO GANZ ANDERS KAM, AUFTRAT UND LEBTE, als die Menschen das erwartet hatten. Er ist kein Super-Held, aber auch kein Anti-Held, er ist ganz anders. Er ist Immanuel: der ‚Gott mit uns‘!

Die unzähligen jahrhundertealten Verheißungen hat er voll erfüllt, auch wenn er zu 90 % an den Erwartungen der Menschen vorbeischoss. Gottes Vorstellung von Weltrettung war nicht etwas die dickste Atombombe zu bauen. Gottes Vorstellung von Rettung war, überhaupt keinen zu töten oder aus dem Weg zu schaffen. Außer sich selbst. Sein RETTUNGSPLAN für die WELT, unterstützte nicht die Rebellen von links mit Waffen und Soldaten gegen die Rebellen von rechts, sondern er ging mitten hinein in das Kriegs- und Krisengebiet. Und lebte Liebe! Bedingungslose Liebe. Jesus, der Sohn Gottes, der Messias wurde Mensch, damit Menschen sehen und erleben konnten, wie anders Gottes Liebe und sein Rettungsplan aussah, als sie es sich selbst immer vorgestellt hatten.

  • Jesus macht satt, die am Körper oder an der Seele hungrig sind.
  • Er macht die sehend, deren Augen oder Herzen blind sind.
  • Jesus heilt und verzeiht und ermöglicht Leben.
  • Er umarmt die Ausgestoßenen und Einsamen.
  • Er wertschätzt die, die von den anderen an den Rand gestellt wurden.
  • Er ist wirklich das Licht und macht uns zum Licht.
  • Er ist der König der Könige, weil sein Königreich ein anderes, ein größeres und ewiges ist, als eine kurzfristige Regierungszeit auf Erden.

Er ist nicht nur der Weg, die Wahrheit und das Leben. Sondern er hat uns den Weg zum Leben ganz neu eröffnet. Indem er seines am Kreuz für uns gegeben hat. Er ist der Messias, der Retter, weil er nicht nur von aktueller Unterdrückung oder Bedrückung rettet, sondern von ewiger Bedrückung.

Jesus is the Reason for the season! Er ist die unstoppable Love Gottes zu uns. Und er lädt dich ein. Mit ihm zusammen seinen Geburtstag zu feiern. Mit ihm zusammen sein und auch dein Leben zu feiern. Wo sitzt du heute Abend? Unterm Baum? Oder an seinem Tisch? Er möchte in deinem Leben, in deinem Herzen mit dir feiern. Amen. –

 

EINE KLEINE ‚WEIHNACHTSGESCHICHTE‘:

Es war einmal ein kleiner Junge, der unbedingt Gott treffen wollte. Er war sich bewusst, dass der Weg zu dem Ort, an dem Gott lebte, ein sehr langer war. Also packte er seinen Rucksack voll mit einigen Cola-Dosen und mehreren Schokoladenriegeln und machte sich auf die Reise. Er lief eine ganze Weile und kam in einen kleinen Park. Dort sah er eine alte Frau, die auf einer Bank saß und den Tauben zuschaute, die vor ihr auf dem Boden nach Futter suchten.

Der kleine Junge setzte sich zu der Frau auf die Bank und öffnete seinen Rucksack. Er wollte sich gerade eine Cola herausholen, als er den hungrigen Blick der alten Frau sah. Also griff er zu einem Schokoriegel und reichte ihn der Frau. Dankbar nahm sie die Süßigkeit und lächelte ihn an. Und es war ein wundervolles Lächeln. Der kleine Junge wollte dieses Lächeln noch einmal sehen und bot ihr auch eine Cola an. Und sie nahm die Cola und lächelte wieder, noch strahlender als zuvor. Der Junge war selig. Die beiden saßen den ganzen Nachmittag zusammen auf der Bank im Park, schauten den Tauben zu, aßen Schokoriegel und tranken Cola, aber sie sprachen kein Wort.

Als es dunkel wurde, spürte der Junge, dass er müde war, und er beschloss, nach Hause zu gehen. Nach einigen Schritten hielt er inne und drehte sich um. Er ging zurück zu der Frau und umarmte sie. Die alte Frau schenkte ihm dafür ihr allerschönstes Lächeln.

Zu Hause sah seine Mutter die Freude in seinem Gesicht und fragte: „Was hast du denn heute Schönes gemacht, dass du so fröhlich aussiehst?“ Und der kleine Junge antwortete: „Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen, und sie hat ein wundervolles Lächeln.“ Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn schon auf sie wartete. Auch er fragte sie, warum sie so fröhlich aussähe. Und sie antwortete ihm: „Ich habe mit Gott zu Mittag gegessen, und er ist viel jünger, als ich gedacht habe.“  (nach Ulrike Scharner)

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